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Rund 40 Fälle in Delmenhorst Hygiene-Verstöße: Imbissstuben müssen reagieren

Meinung – Michael Korn | 28.09.2015, 20:54 Uhr

Schon rund 40 Ekelfälle in Delmenhorster Imbissstuben in diesem Jahr – das ist eindeutig zu viel und ein besorgniserregender Trend.

Denn die Dunkelziffer der Verstöße gegen Hygienevorschriften dürfte weitaus größer sein, da es keine fortwährende Überwachung gibt und Schmuddeleien meist nur bei unangemeldeten Blitzkontrollen aufgedeckt werden können.

Viele Döner- und Pommesbuden nehmen es schon bei den einfachen Standards mit der Sauberkeit nicht so ernst. Dazu muss der Kunde keinen Blick in Lager- oder Kühlräume erhaschen – vielmehr ist schon der Umgang des Verkaufspersonals mit den Speisen mitunter recht unappetitlich: Da werden Hände geschüttelt und Geldscheine entgegengenommen, bevor das Brötchen zur Curry mit bloßen Händen eingewickelt oder die türkische Pizza aufgerollt wird.

Die Gastronomie wäre gut beraten, sich stärker mit dem Hygienemanagement zu befassen und Mitarbeiter für die Sauberkeit im direkten Kundenkontakt zu sensibilisieren.

Fraglich ist, ob die Behörden ausreichend oft kontrollieren und auch hart genug durchgreifen – Schließungen von Imbissen in Delmenhorst sind bislang jedenfalls nicht bekannt. In Baden-Württemberg sind vergangenes Jahr 1000 Imbisse dicht gemacht worden!