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Samstag kostenlos bei Thomsen Delmenhorst-Premiere für Spielfilm „Wilde Träume“

Von Marco Julius | 18.02.2016, 12:42 Uhr

In Delmenhorst ist 2014 ein Spielfilm unter der Regie von Jens Hollwedel entstanden. Am Samstag ist der Streifen „Wilde Träume“ erstmals in der Stadt zu sehen. Bei freiem Eintritt.

Drei Wochen Vorplanung, 300 Euro Budget, sechs ganze plus zwei halbe Drehtage: Kann man unter diesen Voraussetzungen einen kompletten Spielfilm drehen? „Kann man irgendwie schon, vorausgesetzt es sind genügend Verrückte zur selben Zeit am selben Ort“, sagt Jens Hollwedel lachend. Der gebürtige Delmenhorster ist Autor, Regisseur und einer der Hauptdarsteller in Personalunion, zudem stammt von ihm, der derzeit am Theater in Plauen beschäftigt ist, auch die Idee zum Film „Wilde Träume“.

Film wird im Hotel Thomsen gezeigt

Wie gut der Film geworden ist, das kann jetzt am Samstag, 20. Februar, um 19 Uhr im Hotel Thomsen überprüft werden. Der Eintritt ist frei. „Das ist die Delmenhorst-Premiere“, sagt Hollwedel. Bisher ist der Film nur einmal gezeigt worden, im bayrischen Hof, wo der Schauspieler damals ein Theaterengagement hatte. „Die Vorführung ist jetzt ein Dankeschön an alle, die am Dreh beteiligt waren – und zugleich ein ,Test-Viewing‘. Wir wollen die Reaktion des Publikums erfahren“, blickt Hollwedel voraus. Eine Diskussion nach dem Film ist also durchaus erwünscht. „Wir hoffen auf zahlreiche Zuschauer.“

Aus Kurzfilm gewachsen

Der Film, vor allem in Delmenhorst und zu einem kleinen Teil in Dünsen gedreht und ursprünglich als Kurzfilm gedacht, hat sich zu einem 97 Minuten langen Streifen entwickelt.

Diagnose: Psychose

Zur Geschichte: Christian (gespielt von Christoph Wünsch) erhält einen Anruf aus der Klinik und steht unverhofft seinem Onkel (André Eckner) gegenüber, der, statt sich im 400 Kilometer entfernten Leipzig zu befinden, mit der Diagnose „Psychose mit paranoider Ausprägung“ auf seine Entlassung wartet. Christian soll für ihn brisante Notizen verstecken. Er nimmt den verwirrten Onkel mit zu sich. Derweil hat Ricarda (Nina Machalz), Eduards Psychologin, alle Hände voll zu tun, ihre scheiternde Beziehung mit dem erfolglosen Autor Johannes (Jens Hollwedel) zu kitten. Als den beiden dann noch ein kleiner Beagle vors Auto läuft, ahnt noch niemand, wie das Schicksal der vier Hauptfiguren miteinander verknüpft ist. Das Abenteuer beginnt.