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Sanierung der Städtischen Galerie Delmenhorster Haus Coburg bekommt Originalfarbton

Von Marco Julius | 27.08.2015, 16:34 Uhr

Das Haus Coburg erhält einen neuen hellen Anstrich, der nah am Originalzustand sein soll. Mitte September soll das Gebäude wieder strahlen.

Das Haus Coburg, Sitz der Städtischen Galerie Delmenhorst, strahlt bereits jetzt weit über die Grenzen der Stadt hinaus – durch das, was in dem Haus auf hohem künstlerischen Niveau passiert. Ab Mitte September aber soll das architektonisch wertvolle Haus, dessen Fassade unter Denkmalschutz steht, ebenfalls wieder erstrahlen. Und das in dem Farbton, den Architekt Heinz Stoffregen, der das Haus 1905 als Arzt-Villa entworfen hat, vorsah.

Aus dunkel wird hell

„Der düstere, braune Anstrich, der vermutlich Anfang der siebziger Jahre aufgetragen wurde, verschwindet, zurück kommt ein heller Anstrich, so wie er im Original einmal vorhanden war“, freut sich Galerie-Leiterin Annett Reckert, die im Oktober fünf Jahre das Haus bespielt. „Das Haus mit seiner Geschichte war ein Grund für meine Bewerbung“, sagt sie.

Exakter Farbton ist nicht mehr nachvollziehbar

Ein Problem dabei: So ganz genau lässt sich heute nicht mehr nachempfinden, wie das Haus Coburg farblich einst aussah. „Es existieren zwar alte Aufnahmen, aber die sind schwarz-weiß“, sagt Reckert.

„Unschätzbarer Wert“

Für die Sanierung der Fassade stehen 55.000 Euro bereit. In Geld will Oberbürgermeister Axel Jahnz die Fassade dabei gar nicht messen. „Die Fassaden alter, denkmalgeschützter Häuser sind von unschätzbarem Wert.“

Weitere Arbeiten am Gebäude

Am Haus Coburg gibt es nicht nur einen neuen Anstrich. Das derzeit komplett eingerüstete Haus wird von außen insgesamt auf Vordermann gebracht. Der wilde Wein, der viele Schäden am Putz verursacht hat, ist entfernt. „Risse und Schäden im Putz werden ausgebessert, Stürze zum Teil ausgetauscht, die Fenster erhalten einen neuen Anstrich und teilweise neue Winkel“, erläutert Architektin Andrea Vennebörger vom Fachdienst Architektur und Technik. Auch die Treppe zum Haupteingang wird saniert.“ Alle Arbeiten sind eng mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

2016 soll dann die Remise saniert werden, erläutert Fachbereichsleiter Andreas Tensfeldt.