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Sanierungsvorhaben Ganz große Pläne für das Kleine Haus in Delmenhorst?

Von Thomas Breuer | 30.03.2017, 12:56 Uhr

Bekommt Delmenhorst ein neues Theater? Oder wird das Kleine Haus umfangreich saniert? Zwei Äußerungen in der Öffentlichkeit sorgen aktuell für Verwirrung.

Mit ihrer Ansprache anlässlich der Premiere des Städtisches Orchesters Delmenhorst (SOD) am vergangenen Montagabend im Kleinen Haus hat Bürgermeisterin Antje Beilemann aufhorchen lassen, weil sie perspektivisch von einem „neu gestalteten Stadttheater“ sprach. Ein Raunen ging durch das Publikum und das NDR-Fernsehrmagazin „Hallo Niedersachsen“ ging gleich noch einen Schritt weiter, als es davon berichtete, dass in Delmenhorst ein neues Theater gebaut werde, „mit Orchestergraben“.

50.000 Euro für Planung im Haushalt

Beilemann erklärte am Donnerstagvormittag auf Nachfrage, Derartiges habe sie nicht gesagt und auch nicht gemeint. Sehr wohl gehöre sie aber seit Jahren zu den Verfechtern einer grundlegenden Sanierung von Delmenhorsts erster Kulturadresse. Beilemann verweist auf die abgeschlossenen Haushaltsberatungen für das laufende Jahr, in denen 50.000 Euro, die ursprünglich für die Sanierung des Bühnenbodens eingestellt worden waren, umgewidmet wurden. Sie sollen nun für die ersten Planungsschritte und konzeptionellen Ansätze der geplanten grundlegenden Sanierung verwendet werden.

„Die Politik unterstützt die Kultur dieser Stadt“

Für die Bürgermeisterin steht außer Frage: „Da müssen wir jetzt ran, sonst haben wir bald ein zweites Markthallenproblem.“ Die Markthalle war jahrelang vernachlässigt worden und musste mit einem Millionenaufwand wieder hergerichtet werden. „Wir brauchen jetzt eine vernünftige Lösung, die viele Jahre hält“, so Beilemann. Grundsätzlich steht für sie fest, was sie in ihrer Ansprache zum Ausdruck brachte: „Delmenhorst ist keine Kulturwüste. Die Politik unterstützt die Kultur dieser Stadt. Delmenhorst ist ein kultureller Magnet.“

1961 als Kulturstätte eingeweiht

Das Kleine Haus wurde am 26. September 1961 als Kulturstätte und Aula des Max-Planck-Gymnasiums eingeweiht und bietet rund 550 Plätze. Anlässlich der Einweihung sagte der damalige Stadtbaurat Alexander Tamsen, dass „ein Bau geschaffen worden ist, der in Bescheidenheit hinter dem zurücktritt, was im Laufe der Zeit in ihm geboten werden soll“.