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Schauspiel im Kleinen Haus Theaterstück „Vater“ kommt nach Delmenhorst

Von Merlin Hinkelmann | 03.04.2017, 15:50 Uhr

„Vater“ ist ein mehrfach ausgezeichnetes Schauspiel. Mit einer Besonderheit: Es wird aus der Perspektive eines Mannes erzählt, der an Alzheimer erkrankt ist. Am Donnerstag, 6. April, kommt das Stück ins Kleine Haus.

André lebt allein in seiner Pariser Wohnung. Sein Alltag verwandelt sich mehr und mehr in ein verwirrendes Labyrinth. Denn der alte Mann hat Alzheimer – und will es nicht wahrhaben. Fieberhaft versucht er, seiner Tochter Anne vorzuspielen, alles sei in bester Ordnung. Dabei ist es ganz offensichtlich, dass André allein nicht mehr zurechtkommt. Welche Folgen eine derart verzerrte Wahrnehmung haben kann, erfahren die Zuschauer am Donnerstag, 6. April, ab 20 Uhr im Kleinen Haus.

Ungewöhnliche Erzählstruktur

Das Besondere an „Vater“ ist die ungewöhnliche Erzählstruktur: Erlebt wird die Handlung nämlich nicht chronologisch, sondern aus der Erlebniswelt des zunehmend verwirrten 80-Jährigen. Was er erlebt, das erleben die Zuschauer auch. Die Konsequenz: Weder André noch das Publikum können unterscheiden, was Realität, was Wahn oder Wunschvorstellungen, was Halluzination oder fixe Idee ist. Das Stück des bekannten französischen Dramatikers Florian Zeller „provoziert das Lachen“, verspricht die Ankündigung. Und weiter heißt es: „Die komödiantische Dynamik ergibt sich aus den abrupten Stimmungsschwankungen der Hauptperson.“

Ernst Wilhelm Lenik spielt Hauptrolle

Die Rolle des André spielt Ernst Wilhelm Lenik, seine Tochter verkörpert die Schauspielerin Irene Christ. Daneben stehen Dieter Bach, Juliane Köster, Benjamin Kernen und Maja Müller auf der Bühne.