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Schlag gegen mutmaßliche Täter Inhaftierte Einbrecher auch in Delmenhorst aktiv

Von Thomas Breuer | 17.08.2017, 20:29 Uhr

Polizei und Staatsanwaltschaft ist ein Schlag gegen vier mutmaßliche Einbrecher im Alter von 25 bis 39 Jahren gelungen, die Hausbesitzer und Ermittler in der gesamten Region in Atem gehalten haben.

Am Mittwochmorgen wurden drei der Beschuldigten in Oldenburg in Untersuchungshaft genommen. Ihnen werden laut Zentraler Kriminalpolizeiinspektion Oldenburg 14 Taten mit zum Teil erdrückenden Beweisen zur Last gelegt, die sie miteinander in wechselnder Zusammensetzung verübt haben sollen. Ob sie für weitere Taten in Frage kommen, wird noch ermittelt.

Mehrere Städte und Landkreise betroffen

Die Einbrüche haben sich außer in Delmenhorst in Oldenburg, Cloppenburg, Vechta und Diepholz sowie in den angrenzenden Landkreisen ereignet.

Als Mitglieder einer Bande sollen die Beschuldigten im Zeitraum von Oktober 2016 bis August 2017 in Wohnhäuser eingebrochen sein, um Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände zu entwenden. Die Geschädigten verloren nicht nur ihr Eigentum, durch Vandalismus entstand zudem ein hoher Gebäudeschaden. Der Gesamtschaden soll in die Zehntausende gehen, ohne dass Staatsanwaltschaft und Polizei ihn bislang genauer beziffern können. „Die Ermittlung und Auswertung von Beweismitteln dauert an“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Nach den Worten eines Polizeisprechers wird geprüft, ob die Inhaftierten für weitere Taten verantwortlich sein könnten.

Intensive Ermittlungen seit mehreren Wochen

Die intensiven Ermittlungen nach der Einbruchserie sind seit mehreren Wochen geführt worden.

Erst Ende Juli waren drei Männer festgenommen worden, die mehrere Einbrüche in Delmenhorst und Lemwerder verübt haben sollen.

Laut Innenministerium gab es in Niedersachsen im vergangenen Jahr 16.405 Einbrüche. In Delmenhorst ging die Zahl der angezeigten Einbrüche 2016 von 250 auf 171 zurück; die Aufklärungsquote wurde von der hiesigen Polizei mit lediglich 14,62 Prozent beziffert.