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Schlagabtausch im Umweltausschuss Delmenhorst: Hitzige Diskussion um zweiten Basketballkorb

Von Frederik Grabbe | 28.09.2016, 16:36 Uhr

Die SPD wünscht sich einen zweiten Basketballkorb für die Jugend auf dem Feld vor der Grafttherme. Doch aus diesem einfachen Anliegen entwickelte sich eine hitzige Diskussion um jüngsten Umweltausschuss.

Wer hätte gedacht, dass ein Basketballkorb so viel Diskussionsstoff in sich bergen kann? Im Umweltausschuss der Stadt debattierten am Dienstag die Gremienmitglieder über einen Antrag der SPD. Der Inhalt: Auf dem Basketballfeld vor der Grafttherme soll ein zweiter Basketballkorb aufgestellt und das Feld selbst umzäunt werden. Doch Antragsteller Deniz Kurku (SPD) staunte nicht schlecht, als die Verwaltung zu bedenken gab, dass baurechtliche Aspekte und zu erwartende Lärmemissionen geprüft werden müssten. Auch werde die Fläche für Feste wie für den Kramermarkt genutzt. „Es soll doch nur darum gehen, dass Jugendliche im Team ein paar Körbe werfen können“, stutzte Kurku.

Lärm der Skater addiert um den der Basketballer

Die Verwaltung verwies unter anderem auf die nebenliegende Skateranlage, von der bereits Lärm ausgehe. Hinzu käme der Lärm durch einen zweiten Basketballkorb, so Stadtgrün-Fachdienstleiterin Katrin Stöver. Fachbereichsleiter Fritz Brünjes ergänzte: „Die Anlagennutzung ist eine andere als eine Parkpklatznutzung. Entwickelt sich die Anlage, wird es auch lauter.“ Und dies müsse geprüft werden, dazu habe die Verwaltung die Pflicht.

„Ansatz der Verwaltung stört mich seit Jahren“

Ein Vorgehen, das nicht auf Gegenliebe stieß: „Der Ansatz der Verwaltung stört mich schon seit Jahren: Immer wieder alles prüfen zu müssen, das durfte ich bei der Organisation von ,Bratwurst gegen rechts‘ auch erfahren“, unterstellte Pirat Andreas Neugebauer den Beamten eine gewisse „Prüfungswut“. Rückendeckung kam von den beratenden Mitgliedern Gerd Turowski („Ich wünsche mir eine offensivere Herangehensweise“), Hans Dieter Hohmeister („Wer wird denn vom Lärm gestört? Da wohnt doch niemand.“) und SPD-Mann Detlef Roß („Ob zehn Kids auf einen oder zwei Körbe werfen, das macht den Kohl nicht fett“). „Eine exponiertere Stelle in der Stadt gibt es wohl nicht. Hier wird nun wirklich niemand gestört. Wird der Korb nicht genehmigt, fehlt mir vollends das Verständnis“, zog Kurku ein eigenes Fazit aus der Diskussion.

Letztendlich aber verständigte sich der Ausschuss auf die Empfehlung der Verwaltung, diese eine Planung erstellen und Genehmigungsfähigkeit für einen zweiten Basketballkorb prüfen zu lassen.