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Schulhund an den BBS I im Einsatz Golden Retriever Ben hilft beim entspannten Lernen

Von Jan Eric Fiedler | 12.01.2015, 13:37 Uhr

Zweieinhalb Jahre ist der neue Schulhund Ben auf seinen Einsatz in der Klasse BEH 2 vorbereitet worden. Er soll positiv auf die Atmosphäre in der Klasse wirken.

Ben heißt das neueste Mitglied in der Klasse BEH 2 an den Berufsbildenden Schulen I (BBS I) an der Richtstraße. Das Besondere: Ben ist ein Golden Retriever und soll den Schülern beim entspannten Lernen helfen sowie positiv auf die Atmosphäre in der Klasse wirken.

Ben gehört Lehrerin Angela Ahrens. Sie hat sich intensiv mit hundegestützter Pädagogik beschäftigt. „Ich war begeistert“, berichtet sie. Und so war die Idee geboren, aus Ben einen Schulhund zu machen.

Bevor Ben mit in den Unterricht kommen durfte, musste er allerdings selbst einiges lernen. „Er ist zweieinhalb Jahre ausgebildet worden“, berichtet Hundetrainerin Nicole Heinemann. Es sei auch nicht jeder Hund als Schulhund geeignet: „Der Hund muss einen passenden Charakter und eine positive Einstellung gegenüber allen Menschen haben“, erklärt Heinemann. Zudem sollte der Hund in sich ruhend sein.

Und das ist Ben. Während Ahrens und Heinemann den Schülern den Umgang mit Ben erklären, liegt er ruhig auf seiner Decke in der Mitte des Sitzkreises. Diese Decke ist sein Rückzugsort. Das gab Ahrens den Schülern klar zu verstehen. Wenn er dort liegt, soll er in Ruhe gelassen werden. Das gilt vor allem für die ersten Wochen, in denen Ben jeweils montags für zwei Stunden mit in den Unterricht kommt. Er muss sich genauso an die Klasse gewöhnen, wie sich die Klasse an ihn gewöhnen muss.

Ganz ohne Vorbehalte waren die Schüler bei dem Projekt nicht. „Wir haben in der Klasse viele Schüler, die Angst vor Hunden haben“, berichtet Ahrens. Allerdings hätten sie sich trotzdem einstimmig für die Aufnahme von Ben entschieden, um auch an ihren Ängsten arbeiten zu können.