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Seit Jahren kein Grundstücksangebot Wer handelt endlich für Bauland in Delmenhorst?

Meinung – Michael Korn | 22.10.2018, 21:42 Uhr

Wer in Delmenhorst ein Einfamilienhaus bauen will, hat schlechte Karten: Seitdem das letzte größere Neubaugebiet im Stadtteil Adelheide (Ex-Magnus-Müller-Gelände) vor sechs Jahren vollgelaufen ist, gibt es praktisch keine zusammenhängenden Grundstücksangebote mehr. Ein Kommentar dazu von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Der eklatante Mangel an Bauland in Delmenhorst scheint sich in absehbarer Zeit kaum spürbar abzumildern. Den hunderten von Bauwilligen, die im Stadtgebiet ein Grundstück suchen, kann das Rathaus nicht einmal in Aussicht stellen, wo und vor allem wann wieder ein Neubaugebiet auf den Markt kommt. Damit geht Delmenhorst in das siebte Jahr ohne nennenswertes Angebot an Bauplätzen. Wiederholt hatten Oberbürgermeister Axel Jahnz und Stadtbaurätin Bianca Urban bekräftigt, dass die Schaffung von Bauland eine hohe Priorität in der Stadtentwicklung einnimmt. Entsprechende Planungen wurden zwar reichlich eingeleitet, doch konkrete Bautätigkeiten scheinen nach wie vor weit entfernt.

Ganderkesee macht es vor

Ein Blick zum kleinen Nachbarn Ganderkesee muss die Ratspolitik neidisch machen: Hier schaffen es die Fraktionen im Schulterschluss mit der Verwaltung, kontinuierlich die Nachfrage von Eigenheimlern zu bedienen. Dabei hat Delmenhorst eigentlich die Vorteile in der Hand: erschlossene Potenzialflächen mit Kitas, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Busanschluss. Auf der grünen Wiese wird hier schon gar nicht gebaut, bei Flächen in Randlage geht es lediglich um Anschlussbebauung an vorhandene gut erschlossene Wohnquartiere. Wer nimmt das Heft des Handelns beim Bauland endlich in die Hand?