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Selbstironische Männer Trio begeistert Operetten-Fans in Delmenhorst

Von Lennart Bonk | 07.03.2016, 21:09 Uhr

Einen amüsanten Blick auf die Männer in der Opern- und Operettenwelt haben am Sonntag, 6. März, die rund 120 Gäste im Kleinen Haus in Delmenhorst werfen können.

Bei der selbstironischen Revue „Wir Männer sind wirklich das Letzte! Makellos Männliches aus Oper und Operette“ überzeugten Ivo Berkenbusch, Paul Brady und Olaf Wiegmann sowohl musikalisch als auch mit ihrem Charme und Witz. Mit Arien und Liedern aus Stücken wie Johann Strauss‘ Operette „Die Fledermaus“ bis hin zu Gioachino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ beeindruckten Berkenbusch und Brady mit ihren Baritonstimmen. Kapellmeister Wiegmann sorgte am Flügel für die musikalische Untermalung.

Überragender Brady zeigt sich als Charakterdarsteller

Sowohl als Trio als auch bei ihren Solo-Parts zeigten die drei Künstler ihr Können. Dabei ragte insbesondere Brady mit seinen Darbietungen heraus. Vor zwei Jahren wurde er vom Staatstheater Oldenburg zum Kammersänger ernannt und präsentierte bei der Revue seine ausdrucksstarke Stimme. Nicht nur gesanglich, sondern auch mit seiner Darstellung der jeweiligen Opern-Charaktere beeindruckte er das Publikum.

Das Künstler-Trio bewies im Laufe des Abends mehrmals Humor. So seien die Ticketpreise so günstig gewesen, weil das Trio noch nach Sängern suchen würde. Kurzerhand wurde das Publikum zum Chor umfunktioniert und sang bei Liedern wie „Bel Ami“ und „Sie will nicht Blumen und nicht Schokolade“ herzhaft mit.

Besucher forderten Zugaben

Die Besucher waren von der Darbietung sehr angetan und ließen das Trio erst nach zweimaliger Zugabe von der Bühne. Insgesamt sorgten Berkenbusch, Brady und Wiegmann für einen unterhaltsamen Abend im Kleinen Haus, bei dem insbesondere Operetten-Fans auf ihre Kosten gekommen sind.