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Senior verliert fast 1000 Euro Familie bedankt sich bei Delmenhorstern für Spenden

Von Eyke Swarovsky | 24.08.2015, 14:55 Uhr

Happy End für einen 82-jährigen Rentner, der fast 1000 Euro in der Innenstadt verloren hat. Mehrere Delmenhorster spendeten dem Mann privat Geld und konnten die Sorgen so ein Stück weit mildern.

Am Montag, den 3. August, hatte der Mann seine gesamte Monatsrente in Höhe von 1000 Euro bei der LzO in der Innenstadt abgehoben. Als er zu Hause ankam, waren nur noch 50 Euro in seiner Brusttasche . Bis heute konnte nicht geklärt werden, ob er das Geld tatsächlich verlor oder ob ein Taschendieb den Mann um sein Geld gebracht hatte.

„Großer Dank an die lieben Menschen“

Während die Familie noch auf einen ehrlichen Finder wartete, formierte sich nach dem dk-Bericht eine kleine Welle der Hilfsbereitschaft . Mehrere Delmenhorster ließen dem Mann auf privatem Wege Geld zukommen. „Wir möchten uns ausdrücklich bei den lieben Menschen bedanken, die meinem Vater damit sehr unter die Arme gegriffen haben“, sagt die Tochter des Seniors, die, wie ihr Vater nicht namentlich genannt werden möchte. „Das ist schon sehr unangenehm, wenn man so viel Geld verliert und dann plötzlich fremdes Geld annehmen muss“, sagt sie im Telefongespräch.

Älterer Herr gibt 500 Euro

Insgesamt 595 Euro spendeten die Delmenhorster für den Rentner, der nach dem Verlust des Geldes zunächst sehr niedergeschlagen war. „Wir haben da überhaupt nicht mit gerechnet“, sagt die Tochter. „Mein Vater war zutiefst gerührt von der Hilfsbereitschaft.“ Über Facebook kamen drei Spenden in Höhe von fünf, zehn und 30 Euro zusammen. Eine weitere Person steckte einen Umschlag mit 50 Euro in den Briefkasten. Das Gros der Spende machte jedoch die Gabe eines älteren Herrn aus, der sich zunächst ans dk wandte, um den Kontakt zu dem Rentner herzustellen. „Der Mann hat uns tatsächlich 500 Euro zukommen lassen“, sagt die Tochter. Es habe einen Moment gedauert, bis sich der 82-jährige dazu durchrang, so viel Geld anzunehmen. „Wir wissen gar nicht, wie wir uns dafür bedanken können“, sagt die Tochter des Seniors zu der großzügigen Dame. Die Familie möchte demnächst noch einmal auf den Herrn zukommen, um Danke zu sagen.

Lehren gezogen

Eine Lehre hatte die Sache für den 82-Jährigen: „Es wird ihn bei Bankangelegenheiten jetzt immer jemand aus der Familie begleiten“, sagt die Tochter. Vier Augen sehen schließlich mehr als zwei. „Und wenn es doch mal um größere Summen geht, dann nehmen wir jetzt die kleine Sparkassen-Filiale an der Oldenburger Straße.“ Die sei nämlich ein ganzes Stück näher dran an Zuhause.