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Serie Stadt der Biker Delmenhorster Fitness-Abteilung steigt aufs Rad

Von Marco Julius | 17.05.2016, 17:07 Uhr

Sie gehen ihre Touren sportlich an: Die Freizeit-Fitness-Sportler vom JC Bushido steigen wöchentlich aufs Rad.

„Wir fahren regelmäßig Touren von 40 Kilometern Länge. Wenn ich mich nicht verfahre“, sagt Ralph Dziemba und lacht. Sich verfahren, das könne schon einmal vorkommen, Umwege erhöhen schließlich die Ortskenntnis. Seit annähernd fünf Jahren steigt die Fitness-Abteilung des Judo Clubs Bushido Delmenhorst wöchentlich aufs Rad, von März bis Ende September. Es sind, man darf das sagen, Herren im besten Alter, die gemeinsam in die Pedale treten. Der Benjamin ist 45, der Älteste ist 67. „Bis zu zehn Fahrer sind dabei“, sagt Dziemba. „Das Radfahren ist in unserem Alter ein angenehmer Sport für Männer, geht nicht so auf die Knie wie Joggen.“

Touren mit sportlichem Charakter

Was die Männer machen, fällt aber nicht unter die Kategorie gemütlicher Ausflug am Abend. „Wir fahren auf Tempo, die Touren haben sportlichen Charakter“, macht Dziemba klar. Ein Schnitt von bis zu 25 Stundenkilometern ist drin, wenn es auf immer neuen Strecken Richtung Hude, Lemwerder, Groß Mackenstedt oder zum Park Links der Weser geht. Dafür wird auch der Windschatten ausgenutzt. Die Förderung der Fitness ist ein Ziel, dennoch bleibt während der Fahrt auch Zeit für die schönen Dinge. „Wir staunen immer wieder, wie viel Grün wir in der Umgebung haben“, sagt Dziemba. Als Polizist hat er ein Auge darauf, dass während der Touren nichts passiert. „Wir hatten in all der Zeit noch keinen Unfall“, sagt er. Sicherheit durch Sichtbarkeit ist ein Schlagwort, an dass sich die Fitness-Radler halten. Ihr Outfit ist – ebenso wie die qualitativ hochwertigen und natürlich verkehrssicheren Räder - professionell und vor allem farbig. Der Helm ist Pflicht bei den Touren. Auf Pannen und kleinere Verletzungen ist man vorbereitet. Ein Erste-Hilfe-Set fürs Rad, aber auch für den Radfahrer hat Dziemba immer am Mann. Ein platter Reifen kann ebenso geflickt werden wie eine Schürfwunde, sollte es doch mal zu einem Sturz kommen.

Autofahrer sollten Rücksicht nehmen

Die Männer sind mit großem Einsatz und mit noch mehr Spaß bei der Sache. Probleme gäbe es manchmal mit anderen Verkehrsteilnehmern. „Autofahrer achten zu wenig auf Radfahrer“, kritisiert Dziemba. Er sagt das als Polizist und als Radfahrer. Die Freizeit-Fitness-Gruppe trifft sich übrigens immer montags ganz ohne Rad. Gesundheitssport, Ballspiele und Gymnastik stehen dann an. Wer Lust hat, sich der Radfahr-Truppe anzuschließen, kann sich jederzeit melden.

Mehr Infos unter www.jc-bushido.de .