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Serie: Zwischenstopp in Delmenhorst Holz im Schlepp

Von Frederik Grabbe | 02.07.2016, 09:55 Uhr

In der Sommerserie „Zwischenstopp“ trifft das dk auf Menschen, die auf der Durchfahrt durch Delmenhorst sind. So wie Hans-Jürgen Schubert (65), der Rubinienpfähle für seinen Sohn transportiert.

Lastwagenfahrer und Urlaubsreisende – diese Gruppen bevölkern derzeit vorherrschend die Autobahnen. Sollte man meinen. Eine Ausnahme bildet an diesem Tag auf dem Rastplatz an der A28 Hans-Jürgen Schubert aus „31603 Diepenau“, wie er sagt. Der 65-Jährige ist gewissermaßen Transporteur im Dienste der Familie. Er überführt in einem Anhänger Holz für seinen Sohn. Genauer: Rubinienholz.

„Mein Sohn ist Zimmermannsmeister in der Nähe von Hamburg“, sagt er, als er neben seinem voll beladenen Anhänger steht. Auskunftsfreudig fügt der 65-Jährige hinzu: „Drei Meter lang, 90 Zentimeter im Durchmesser breit“, dies seien die Maße eines jeden Einzelstückes seiner Fracht.

Gerast wird nicht

Auf dem Rastplatz macht Schubert Halt, um die Sicherung der Rubinien-Pfähle zu prüfen. Diese liegen fest verzurrt und am Ende teilweise schön angespitzt in einem dicht bepackten Haufen aufeinander. „Meinem Sohn ist falsches Material geliefert worden. Jetzt musste ich einspringen“, schildert Schubert.

Etwa 140 Kilometer habe der Mann aus Diepenau noch zu fahren. Eingedenk seiner Ladung im Schlepp möchte der diese eher bedächtig zurücklegen. „Rasen will ich mit dieser Ladung nicht“, sagt er, lehnt sich mit einem Seufzer in den Schein der Sonne zurück und zündet sich eine Zigarette an. Also doch: Ein Stückchen Urlaub im Leben als Transporteur im Dienst der Familie.

 Weitere Teile der Serie Zwischenstopp lesen Sie unten.