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Serie: Zwischenstopp in Delmenhorst Mit Patienten auf Achse

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 16.07.2016, 11:09 Uhr

In der Sommerserie „Zwischenstopp“ trifft das dk auf Menschen, die auf der Durchfahrt durch Delmenhorst sind. Michaela und Heiko bringen einen Patienten in ein Seniorenheim in Leer.

Eine lange Fahrt wie heute legen Michaela und Heiko nicht häufig zurück. Die beiden Rettungssanitäter bringen einen Patienten von Hann. Münden im Kreis Göttingen bis nach Leer in Ostfriesland. „Der Patient wird heimatnah verlegt“, erklärt Michaela bei einem kurzen Stopp auf dem Rastplatz Deichhorst. Von einem Seniorenheim in ein anderes in der Heimat des Mitfahrenden.

Einer fährt, einer pflegt

Während der Fahrt kümmert sich einer der beiden Rettungssanitäter um den Menschen, der mitgeführt wird. Zwischendurch wechseln sich die beiden ab. Der Krankenwagen ist für den Notfall ausgerüstet. Deswegen werden die Patienten in diesem Fahrzeug transportiert und nicht in einem normalen Fahrzeug, sagt Heiko. Wenn sich der Zustand des Patienten während der Fahrt akut verschlechtern sollte, wird die Rettungsstelle alarmiert und ein Notarzt hinzugezogen.

Längste Fahrt ging über 800 Kilometer weit

Michaela hat schon immer im medizinischen Bereich gearbeitet. Heiko ist eigentlich gelernter Bürokaufmann, hat sich aber vor 25 Jahren für einen Beruf entschieden, bei dem er Menschen direkt helfen kann – und übt diesen gerne aus. „Man schafft viel, ist viel unterwegs und lernt verschiedene Menschen und Städte kennen“, erzählt er. Seine längste Fahrt mit dem Krankenwagen ging bis nach Italien an den Gardasee. Damals war er knapp neun Stunden unterwegs.