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Serie: „Zwischenstopp“ in Delmenhorst Vom Fjord zum Autobahnrastplatz

Von Frederik Grabbe | 01.07.2016, 12:16 Uhr

In der Sommerserie „Zwischenstopp“ trifft das dk auf Menschen, die auf der Durchfahrt durch Delmenhorst sind. So wie die Niederländer Roelof van Sleen (68) und seine Frau Aultje (65). Sie sind typischerweise mit dem Wohnwagen unterwegs – und haben den Norwegenurlaub noch klar vor Augen.

Es gibt diese gewisse Zeitspanne, wenn Reisende sich auf in Richtung Heimat machen, geistig aber noch ein Stück im Urlaub hängen, ehe sie wieder in den Alltag einsteigen. Roelof van Sleen (68) ist solch ein Reisender. Die Haut von der norwegischen Sonne gebräunt lehnt er locker an seinem Kombi auf dem Deichhorster Rastplatz an der A 28. Hier lässt er auf dem Weg ins heimische Groningen die vergangenen drei Wochen Revue passieren.

Von der norwegischen Naturgewalt zum Flecken an der A 28

Mit seiner Frau Aultje (65) hat er mit Auto samt Wohnwagen die norwegische Westküste bereist. Van Sleen spricht von der nordischen Natur mit ihren Fjorden, ihren Bergen, ihrem Wasser. Wenn er so erzählt, könnte man fast vergessen, dass man sich an einem Ort befindet, dessen einziges Stück Natur die Bäume sind, die den Lärm der Autobahn von der Stadt fernhalten . (Weiterlesen: Zwischenstopp: 1238 Kilometer bis zur Heimat)

Der Urlaub hängt an der Anhängerkupplung

Es ist ihr erstes Mal in Delmenhorst. Normalerweise, schildert van Sleen, fahren er und seine Frau eher in den Süden, nach Frankreich, Italien oder Kroatien etwa. Als Deutscher könnte man bissig anmerken, dass die Niederländer naturgemäß mit ihrem Wohnwagen unterwegs sind. Aber wen soll dies kratzen, wenn man, wie die van Sleens, den Urlaub quasi an der Anhängerkupplung mit sich führt? (Weiterlesen: Zwischenstopp: Zum Prozess und dann zum Rastplatz)

 Weitere Teile der Serie Zwischenstopp lesen Sie unten.