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Serienmörder und Kunstdiebstähle Autoren-Duo „Hoeps und Toes“ plaudert in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen | 30.03.2017, 15:08 Uhr

Blutrünstige Morde in der Kunstwelt sind ihr Markenzeichen: Am Mittwoch gastierte das Autoren-Duo „Hoeps und Toes“ auf seiner Jubiläumstour in der Stadtbücherei und stellte das „Best-of-10-Programm“ vor.

„Unsere Bücher vereinen Spannung, Humor und Kultur“, beschreibt Jac Toes die Krimireihe, die er zusammen mit Thomas Hoeps geschrieben hat. Am Mittwochabend war das Autoren-Duo auf Einladung der VHS Delmenhorst in die Stadtbücherei gekommen, um seun „Best-of-10-Programm“ in intimer Kulisse vorzustellen. Der Niederländer Toes und der Deutsche Hoeps schreiben seit rund zehn Jahren gemeinsam Kriminalromane und bilden ein Sprachgrenzen überschreitendes Autoren-Duo. Die dabei entstandene Trilogie mit den Roman-Hauptfiguren Robert Patati und Micky Spijker findet nun mit einer abschließenden Kurzgeschichte ihr Ende. Und so gaben „Hoeps & Toes“ nicht nur Einblicke in ihre Zusammenarbeit, sondern präsentierten auch den letzten Fall „Wahr ist nur der Tod“.

Humor spielt wichtige Rolle

Ihren ersten Auftritt hatten Robert Patati, deutscher Restaurator für zeitgenössische Kunst, und Michy Spijker, Polizeipsychologin und Sicherheitsbeamtin aus Arnheim, in dem Debütroman des Autorenduos. Auf „Nach allen Regeln der Kunst“ folgte das „Das Lügenarchiv“ und 2012 der dritte Teil der Trilogie „Höchstgebot“. Alle drei Krimis sind in der Kunstwelt angesiedelt, es geht aber auch um nachbarschaftliche Probleme, Drogenhandel, Klischees, Rassismus, Vergangenheitsbewältigung und globale Ausbeutung. „Es ist uns wichtig, dass trotz des Humors auch die ernsten Themen nicht außen vor bleiben“, erklärt Hoeps das Roman-Konzept. Das Duo war schon für verschiedene Krimipreise nominiert, trotzdem wird der Reihe jetzt ein Ende gesetzt.

„Wahr ist nur der Tod“

„Wahr ist nur der Tod“ haben Hoeps und Toes eigens für ihre Jubiläums-Lesereise geschrieben. Patati und Spijker verstricken sich in eine ausweglose Geiselnahme, bei der es auch um die Entdeckung von gefälschten Gemälden in einem renommierten Museum geht. Obwohl die Zusammenarbeit damit vorerst endet, blickt das Autoren-Duo gerne auf die vergangenen Jahre zurück. An einen skurrilen Vorfall erinnern sich die beiden dabei besonders gern: Auf einer Recherchereise hätten die Autoren in einem Café gesessen und blutrünstige Morde diskutiert. „Plötzlich wurde es ganz still und alle um uns herum starrten uns angsterfüllt an, dafür wird man heute wohl sofort verhaftet“, scherzte Hoeps lachend.