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Sicherung der Liquidität abgelehnt Katholische Kirche tritt Rückzug aus Josef-Hospital an

Von Thomas Breuer | 19.10.2017, 13:47 Uhr

In einer neuen Rettungsaktion für das Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) wird die Stadt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um bis auf Weiteres die Liquidität der Krankenhausbetriebsgesellschaft zu sichern.

Ein Ja zu diesem Schritt muss der Rat in einer Sitzung am Mittwoch, 25. Oktober, beschließen. Der Verwaltungsausschuss hat am Mittwochabend aber bereits einstimmig die Weichen gestellt.

Noch am Freitag stand ein anderer Plan

Noch am vergangenen Freitag war in einer Sitzung des JHD-Aufsichtsrats auf den Weg gebracht worden, dass die Stadt und die Krankenhaus-Stiftung unter dem Dach der katholischen Kirche jeweils 750.000 Euro geben – obwohl die Stadt nur einen zehnprozentigen Anteil am Josef-Hospital hält.

Am Mittwoch dann hat Oberbürgermeister Axel Jahnz die ernüchternden Botschaften von Stiftung und katholischer Kirche schriftlich bekommen, wie am Donnerstagvormittag vor der Presse sagte: „Sie werden sich nicht an der weiteren Liquiditätssicherung beteiligen.“ Für ihn ist dies gleichbedeutend mit dem Rückzug von Stiftung und katholischer Kirche aus dem Delmenhorster Krankenhaus.

„Der Neubau ist nicht gefährdet“

Jahnz lobte die Einmütigkeit der Politik, das Krankenhaus nicht preiszugeben, und erneuerte eine andere wichtige Botschaft: „Der Neubau ist nicht gefährdet. Wir bekommen ihn aber nicht hin, wenn wir die Krankenhausbetriebsgesellschaft gefährden.“

Am Montag Gespräche in Hannover

Bereits am kommenden Montag wird der Oberbürgermeister in Hannover im Sozialministerium und bei der Kommunalaufsicht die Situation darlegen und mit den übergeordneten Instanzen nach einem neuen Weg suchen.

Denkbar erscheint eine Übernahme des Krankenhauses durch die Stadt oder die Suche nach einem neuen Partner. „Wir werden in Verhandlungen treten“, so Jahnz.

 Weitere Informationen folgen.