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Miete noch zahlbar? So teuer sind Neubaumieten in Delmenhorst

Von Michael Korn | 25.01.2019, 19:00 Uhr

Das ARD-Magazin "Panorama" hatte die Frage aufgeworfen: Wieviel Geld geht für die Miete drauf? So kommt Delmenhorst weg.

Eine Neubauwohnung in Delmenhorst kann verhältnismäßig preiswert angemietet werden – wenn Mietinteressenten denn eine solche finden. Das ARD-Magazin "Panorama" hatte am Donnerstag mit einer Studie aufhorchen lassen, wonach sich Millionen Haushalte in Deutschland keine Neubaumiete mehr leisten können – Delmenhorst jedoch taucht darin mit einem vergleichsweise günstigen Wert auf.

22 Prozent für die Miete

So muss in Delmenhorst ein Durchschnittshaushalt 22 Prozent des Nettoeinkommens für eine neu errichtete 3-Zimmer-Wohnung aufbringen (bei 3000 Euro also 660 Euro kalt). Als leistbar gelten 27 Prozent, doch viele Städte liegen weit über diesem Wert – wie Berlin, Frankfurt, München aber auch Bremen und sogar Wilhelmshaven. Sehr preiswerte Neubaumieten gemessen am Durchschnittseinkommen gibt es in den Nachbarkreisen Oldenburg (16,5), Diepholz (17,6) und Wesermarsch (17,5).

Kaum Neubauten

Allerdings stoßen Mietinteressenten in Delmenhorst derzeit kaum auf Neubauangebote: In den einschlägigen Portalen finden sich (Stand Freitag) gerade einmal zwei Offerten: Eine Wohnung für 650 Euro (70 Quadratmeter), die andere für 830 Euro (100 Quadratmeter). Weitere Einzelobjekte in verschiedenen Stadtteilen werden offenkundig ohne Veröffentlichung gehandelt.

Bungerhof am teuersten

Der Mietpreisspiegel weist derweil für 3-Zimmer-Wohnungen durchschnittliche Mieten zwischen 6,28 und 6,82 Euro aus. Die Neubauwohnungen liegen indes deutlich drüber. Teuerste Stadtteile sind Bungerhof (8,33 Euro) vor Schafkoven/Donneresch (7,31) und Stickgras/Annenriede (6,90). Düsternort ist mit 6,49 Euro Schlusslicht.