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Sondersitzung in Delmenhorst: Politik berät Millionenhilfe für Delmenhorster Klinikum

Von Michael Korn | 22.11.2015, 19:13 Uhr

Der Delmenhorster Stadrat soll am Montag, 23. November 2015, Finanzhilfen in Millionenhöhe zur Rettung des Klinikums Delmenhorst beschließen. Dies gilt nach der Einigung mit dem Marburger Bund über einen Gehaltsverzicht der Mitarbeiter als sicher.

Nach der Einigung zwischen dem Klinikum Delmenhorst und der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund auf einen gemeinsamen Zukunftsvertrag muss der Stadtrat in einer Sondersitzung am Montag, 23. November, die Rettung des Krankenhauses noch mit Finanzhilfen in Millionenhöhe absichern. Eine Zustimmung gilt als sicher. Dabei geht es zum einen um eine Liquiditätsabdeckung von 2,4 Millionen Euro zur Sicherung der Novembergehälter. Zum anderen geht es um eine Erhöhung der bestehenden Bürgschaft um weitere drei Millionen Euro. Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten auf einen Teil ihrer Gehälter in Höhe von insgesamt 2,2 Millionen Euro für die Jahre 2016 und 2017. Dies ist zentraler Bestandteil des Zukunftssicherungsvertrages zwischen dem Klinikum und den Gewerkschaften Verdi und Marburger Bund. Oberbürgermeister Axel Jahnz sagte auf Anfrage am Wochenende, er danke allen an dieser Lösung Beteiligten – den Ratspolitikern, den Gewerkschaften, den Mitarbeitern, die jetzt noch zustimmen müssen, sowie dem Innenministerium, mit dem er sich noch abschließend verständige. In den Verhandlungen habe jeder um seine Position gerungen. Herausgekommen seien Eckpunkte, mit denen jetzt an der Zukunftsgestaltung der Gesundheitsversorgung in Delmenhorst weitergearbeitet werden könne. Die Stadt und die Stiftung St. Josef Stift wollen die beiden Krankenhäuser in eine gemeinsame Holding einbringen. Vorgesehen sind eine Zusammenlegung sowie ein Neubau am Standort Josef-Stift.