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SPD hält an Antrag fest Hickhack um Krippenplätze in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 30.01.2015, 18:09 Uhr

Verwaltung und SPD verweisen auf unterschiedliche Gremien, die sie für maßgeblich halten. Am 11. Februar geht die Debatte weiter.

In der anhaltenden Diskussion um eine künftig möglicherweise dezentrale Vergabe von Krippenplätzen dringt die Stadt auf ein Beibehalten der Vergabe durch das Familien- und Kinderservicebüro. Zwar haben sich Sozial- und Jugendhilfepolitiker am 22. Januar in einer Sitzung auf SPD-Antrag mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Vergabe von Krippenplätzen den einzelnen Kindertagesstätten zu übertragen. Doch das will die Verwaltung nicht hinnehmen und verweist auf die Gegenargumente verschiedener Gremien.

„Bürgerfreundliches Angebot“

In einer Vorlage für den am 11. Februar tagenden Verwaltungsausschuss, die unserer Zeitung vorliegt, heißt es, die Vergabe solle weiterhin dem Familien- und Kinderservicebüro überlassen werden: „Auf dem Weg zu einer familienfreundlichen Stadt sollte auf dieses bürgerfreundliche und serviceorientierte Angebot nicht verzichtet werden.“

Diese Einschätzung werde mehrheitlich von der Trägerarbeitsgemeinschaft der Kindertagesstätten und Kita-Leitungen geteilt. Dies sei zuletzt in einer gemeinsamen Sitzung am 14. Januar deutlich geworden. In der Vorlage steht: „Die Träger und Kita-Leitungen sehen sich u. a. nicht in der Lage, die anerkannte notwendige Beratungstätigkeit zu erfüllen.“

Stadtelternrat für zentrale Vergabe

Für die weiterhin zentrale Krippenvergabe spricht sich auch der Stadtelternrat aus, der gerade eine entsprechende Stellungnahme an den Oberbürgermeister verfasst hat. „Wir befürworten das, weil es dann für die Eltern bei einem Ansprechpartner bleibt“, sagt Sabrina Jeske aus vom Vorstand des Stadtelternrats. „Das ist ein einheitliches und nachvollziehbares Verfahren.“

SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Meyer-Garbe will den Antrag auf Dezen-tralisierung trotzdem aufrechterhalten. Sie werde von der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände favorisiert, wie ein Protokoll vom 20. August 2012 belege. Das Gremium sei in dieser Sache erster Ansprechpartner der Politik. Und Eltern würden ohnehin in die einzelnen Krippen gehen, um sich über deren Konzepte zu informieren.