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Spende für PC-Ausstattung Hilfe von Delmenhorster Hospizdienst immer stärker gefragt

Von Marco Julius | 09.01.2018, 12:51 Uhr

Der Hospizdienst Delmenhorst ist auf Spenden angewiesen, um seine Aufgabe bewältigen zu können. Die Nachfrage nach der vom Hospizdienst angebotene Unterstützung steigt stetig.

„Wir sind dankbar, dass wir im Jahr 2017 42 Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten durften, dass wir für Angehörige da sein konnten, dass wir ihnen eine wertvolle Stütze in einer für sie außergewöhnlich schwierigen Lebenssituation sein konnten“, sagt Karin Stelljes, Vorsitzende des Hospizdienstes. 42 abgeschlossene Begleitungen im Jahr 2017 bedeuten für den Hospizdienst einen neuen Höchstwert. „2016 waren es Mitte 30, im Jahr 2015 22 Begleitungen“, verweist Stelljes auf steigende Zahlen. Da müsse auch die Infrastruktur immer wieder angepasst werden. Das kostet Geld. Zuletzt hatten sich fünf Vorstandsmitglieder und die drei Koordinatoren einen Laptop teilen müssen. Das ist jetzt Geschichte. Auch dank einer Spende in Höhe von 1600 Euro, überreicht von der LzO-Stiftung, können drei weitere Geräte angeschafft werden.

Finanzierung ist ein Kraftakt

Insgesamt investiert der Hospizdienst 4000 Euro in die PC-Ausstattung. Die Finanzierung des Dienstes sei immer ein Kraftakt, berichtet Stelljes. Im vergangenen Jahr habe man die Küche und einen Raum für Einzelgespräche renoviert. Projekte, die nur durch Spenden und großen ehrenamtlichen Einsatz zu leisten gewesen sein.

Im neuen Jahr will der Hospizdienst neue Wege in der Trauerarbeit gehen. „Neben den gut besuchten Trauercafés werden wir unser Angebot im Bereich der Trauer erweitern“, kündigt Stelljes an. Dafür werden eigens zwei Ehrenamtliche mit einer umfangreichen Fortbildung zu Trauerbegleitern geschult.

Kasse der LzO-Stiftung gut gefüllt

Klaus Döring und Heinz Barlage von der LzO und die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (LzO-Stiftungsrat) übergaben die Spende im Namen der LzO-Stiftung. Döring verweist zugleich darauf, dass die Kasse der Stiftung „gut gefüllt“ sei. Er ermutigt deshalb Vereine, Verbände und Selbsthilfegruppen, sich um Spenden zu bewerben.