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Spendenbetrug in Delmenhorst Polizei sucht nach Opfern des Klemmbrett-Tricks

Von Kai Hasse | 08.06.2018, 14:06 Uhr

Die Polizei Delmenhorst sucht nach Hinweisen im Fall von „Klemmbrett-Tricks“, bei denen Menschen an der Haustür betrogen werden. Anlass dazu ist der Fund von falschen Spendenformularen.

Die Polizei Delmenhorst ist Betrügern auf den Fersen: Bei der Kontrolle eines blauen BMW mit rumänischen Kennzeichen hat die Polizei am Dienstag, 5. Juni, drei Männer aus Rumänien angetroffen, die laut Polizeibericht offensichtlich für einen Spendenbetrug in Delmenhorst und Umgebung in Frage kommen könnten. Die Polizei vermutet die sogenannte „Klemmbrett-Masche“: Mit selbst angefertigten Spendenformulare des Regionalen Verbundes für Taubstumme und körperlich behinderte Personen und für arme Kinder wird zu Geldspenden aufgerufen, die dann auf Sammellisten - fixiert mit einem Klemmbrett - eingetragen werden sollen, unter Angabe des Wohnortes mit Unterschrift.

Durch Mitleid hereingelegt

Der Verband selbst sammelt jedoch tatsächlich kein Bargeld auf der Straße. Er empfiehlt jedem, unter keinen Umständen Geld zu geben. „Wer hier aus Mitleid oder für eine gute Sache spendet, wird professionell hereingelegt!“, so die klare Warnung.

Die Polizei sucht nun nach Betroffenen oder Zeugen, die möglicherweise Angaben zu Personen oder genutzten Fahrzeugen machen können. Hinweise werden erbeten an die Polizei Delmenhorst unter der Telefonnummer (04221)-15590.