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„Sportlich ein Selbstläufer“ Delmenhorster 24-Stunden-Lauf soll mehr Teams locken

Von Thomas Breuer | 22.06.2015, 17:40 Uhr

Fast alles lief gut, bilanzierten die Verantwortlichen der Großveranstaltung noch am Sonntagabend. Der 13. Burginsellauf soll am 18. und 19. Juni 2016 stattfinden.

„Wir werden nächstes Jahr wiederkommen.“ Thomas Pahlke vom TSV Neuenwalde hat sich schon festgelegt. Der Verein aus dem Landkreis Cuxhaven gewann beim zwölften 24-Stunden-Burginsellauf sowohl die Männer- als auch die Frauenkonkurrenz, stellte zudem ein Mix- und auch Schülerteams – und will 2016 wieder ganz vorne mitmischen. Gelaufen wird dann am 18. und 19. Juni.

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Kaum Änderungen nötig

In der vom Verein Gesundheit im Kindeshalter (GiK) und dem Laufclub 93 Delmenhorst (LC 93) verantworteten Organisation muss sich für den 13. Burginsellauf nicht allzu viel verändern. Diese Meinung herrschte vor, als viele Helfer am Sonntagabend zu einem Abschlussessen im „Rhodos“ zusammenkamen.

Ruck bei den Mannschaften gewünscht

„Die sportliche Seite ist ein Selbstläufer“, sagt GiK-Vorsitzender Dr. Johann Böhmann. Bei den Mannschaften wünscht er sich weiterhin noch einen Ruck. „Wir müssen das Teambuilding in den Vordergrund stellen. Gerade das macht den Lauf für Aktive und Sponsoren doch so attraktiv“, sagt Böhmann. Ihm fallen einige Unternehmen ein, die er gerne am Start hätte.

Kleine Rempeleien

Dabei richtet sich der Blick nicht explizit auf weitere Schnellläufer. „Ein paar Leute haben sich beschwert, dass manche Mannschaftsläufer zu schnell waren und es auch zu kleinen Rempeleien kam“, berichtet der GiK-Chef. Aber auch das Problem der unterschiedlichen Ansprüche an die eigene Laufleistung habe nicht zu grundsätzlichen Verstimmungen geführt.

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Verstärkung für das Orga-Team gesucht

Für das Orga-Team wünscht sich Birgit Woltjen-Ulbrich, Vorsitzende des LC 93, für 2016 Verstärkung. Letztlich sei es ein harter Kern von acht bis zehn Ehrenamtlichen, der die gesamte Veranstaltung steuere. Dazu kämen Freunde und Bekannte, die jeweils ein paar Stunden zur Verfügung stehen. Böhmann etwa hat für den Service bei der Essensausgabe unter anderem ehemalige Schwestern aus dem Klinikum gewinnen können, wo er Chefarzt der Kinderklinik ist. Wer künftig unterstützend eingreifen möchte, kann eine E-Mail an info@24-lauf.de schicken.

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Ansprechendes Rahmenprogramm

Mit dem Publikumszuspruch beim größtenteils musikalischen Rahmenprogramm sind die Verantwortlichen ebenfalls zufrieden. Eine noch stärkere optische Anbindung an den Hans-Böckler-Platz sei leider nicht möglich, so Woltjen-Ulbrich. Die Nutzung der Hotelwiese sei angedacht gewesen, aber schnell wieder verworfen worden, „weil dann die Laufstrecke von anderen Personen gekreuzt werden müsste“.

Bewährt hat sich aus ihrer Sicht, dass die Graftwiesen erstmals schon ab Donnerstagmittag für die Laufvorbereitungen gesperrt waren. Was freilich auch nicht jeder mitbekam: „In einem Fall haben wir ein Zelt erst mal um ein Auto herum aufgebaut.“

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Probleme mit verteilten Wasserkisten

Nicht so richtig rund lief es mit dem palettenweise zum Nulltarif ausgegebenen Mineralwasser. Viele Pfandkisten mit leeren Flaschen seien nicht zurückgegeben worden, sodass für 2016 über interne Pfandregelung nachgedacht wird.

Drei Läufer vorsorglich im Krankenhaus

Zur Beobachtung ins Krankenhaus kamen drei Aktive, in einem Fall wegen Erschöpfung. Ein weiterer Einsatz am Laufgelände hatte laut Böhmann mit dem Rennen rein gar nichts zu tun: Eine Jugendliche musste aus dem Bereich der Skateranlage mit einer Alkoholvergiftung abtransportiert werden.

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