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St. Marien in Delmenhorst Katholische Kirche bietet Aktionen in der Fastenzeit

Von Marco Julius | 18.02.2016, 16:01 Uhr

Die Flüchtlingssituation, Obdachlosigkeit, Trauer um Angehörige, Menschen hinter Gittern, Hunger und Durst: In St. Marien geht es in den kommenden Wochen um wichtige Themen.

Es läuft aktuell das von Papst Franziskus ausgerufene „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“. In St. Marien möchte man das Thema Barmherzigkeit jetzt in der Fastenzeit auf besondere Weise aufgreifen. „Barmherzigkeit klingt so salbungsvoll“, sagt Pfarrer Hubert von der Heide. Das Pfarrei-Team habe aber ein aktuelles Programm zusammengestellt, das neben kirchlichen durchaus auch politische Dimensionen habe. Es gehe darum, symbolisch und im wahrsten Sinne des Wortes, Türen zu öffnen.

Gerlach berichtet über Flüchtlinge

So lautet das Motto am kommenden Sonntag, 21. Februar, „Ich war obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“. Nach dem Gottesdienst geht es ab 11 Uhr im Gemeindesaal weiter. Dann ist unter anderem die städtische Fachbereichsleiterin Petra Gerlach zu Gast und berichtet über die Situation der Flüchtlinge in der Stadt. Zudem stellt die Kirchengemeinde ihre Aktivitäten für Flüchtlinge vor. „Es gibt Deutschunterricht in Allerheiligen, ein Möbellager, eine Kleiderkammer und vieles mehr“, berichtet von der Heide. Ein Fachvortrag über Migration gehört dann ebenso zum Programm wie Informationen über den Treff für Obdachlose an der Willmsstraße. „Wir laden auch Flüchtlinge herzlich ein, zu uns zu kommen“, sagt von der Heide, der Austausch sei wichtig. Zeit und Raum soll auch dafür da sein, sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern zu bedanken – und weitere Helfer zu gewinnen.

Tod und Trauer

Am folgenden Wochenende lautet das Thema „Tote begraben – Trauernde trösten“. Der Friedhof-Ausschuss ist zu einem Dankeschön-Treffen eingeladen, trauernde Angehörige sind ebenfalls willkommen. Zudem will von der Heide Freiwillige werben, die an den Trauerfeiern für anonyme Urnenbestattungen teilnehmen.

Besuch im Gefängnis

Am 5. und 6. März heißt es dann „Ich war im Gefängnis und ihr habt ich aufgenommen“. Ein Besuch in der JVA Vechta mit Pfarrerin Nele Schomaker ist geplant, aber noch nicht terminiert. Pastoralreferent Thomas Fohrmann, selbst lange Jahre als Gefängnisseelsorger aktiv, wird von seinen intensiven Erfahrungen mit den „Jungs hinter Gittern“ berichten. Auch ein Besuch im Delmenhorster Gefängnis ist geplant.

Rund um die Dritte Welt

Am 12. uns 13. März lautet der Leitsatz „Ich war hungrig/durstig und ihr habt mir zu essen/trinken gegeben“. Aktionen vom Weltladen und mit Messdienern sind geplant, Dritte-Welt-Themen werden aufgegriffen, der Kontakt zur Delmenhorster Tafel gesucht, es gibt Informationen zu Armut in Deutschland, eine Fahrrad-Pilgertour und vieles weitere mehr.

Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es im Pfarrbüro unter Telefon (04221) 13325. Für die Fahrt in die JVA Vechta werden dort auch Anmeldungen angenommen.