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Stadt Delmenhorst beauftragt Awo Streit um Flüchtlingsunterkunft in Kaserne beendet

Von Sonia Voigt | 10.12.2016, 14:10 Uhr

Gleich an zwei Fronten musste die Stadt Delmenhorst die Entscheidung verteidigen, die Arbeiterwohlfahrt mit der Betreuung der Flüchtlinge in der Kaserne in Adelheide zu beauftragen. Zwei Mitbewerber protestierten erfolglos.

Ein vorab ausgeschlossener und ein unterlegener Bieter haben seit Oktober versucht zu verhindern, dass die Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Flüchtlingsunterkunft in der Kaserne in Adelheide betreibt. Nach Ende der Streitigkeiten konnte die Stadt dem Delmenhorster Awo-Kreisverband jetzt endgültig den Zuschlag erteilen. „Wir sind sehr froh darüber, dass der Betreibervertrag mit der Awo nun festgezurrt werden kann“, sagt Oberbürgermeister Axel Jahnz. Die Verwaltung habe das Anbieterverfahren „sauber abgearbeitet“.

Stadt seit Oktober im Konflikt mit Mitbewerbern

Bereits wenige Tage, nachdem der Verwaltungsausschuss am 19. Oktober entschied, die Awo ab dem 1. März 2017 für vier Jahre mit dem Betrieb der „Gemeinschaftsunterkunft Kaserne West“ zu beauftragen, ging die erste Beschwerde ein. Insgesamt drei Mitbewerber hatten auf die europaweite Ausschreibung hin Angebote gemacht.

Bieter wehrt sich gegen Ausschluss

Einer von ihnen wehrte sich dagegen, dass die Stadt ihn bereits vorab aus dem Vergabeverfahren ausgeschlossen hatte. „Dieser Rüge wurde seitens der Stadt Delmenhorst nicht stattgegeben“, teilt Stadtsprecher Timo Frers mit. Derselbe Bieter hatte vor der Vergabekammer Niedersachsen eine Nachprüfung beantragt, was zur Folge hatte, dass der Zuschlag an die Awo zunächst nicht erteilt werden durfte. Da er seinen Antrag nun ohne weitere Begründung zurücknahm, hat die Vergabekammer das Zuschlagsverbot aufgehoben.

Betreibervertrag kann endlich geschlossen werden

Auch einer der beiden unterlegenen Bieter griff die Vergabeentscheidung an und verlangte, die Auswertung der Angebote zu überprüfen. Die Stadt wies aber auch diese Rüge ab. „Abschließend betrachtet ist nun alles positiv gelaufen und wir können den entsprechenden Betreibervertrag mit der Awo nun endlich wie beabsichtigt zum Abschluss bringen“, sagt Rathauschef Jahnz.