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Kommentar Delmenhorst muss Willkür in Baulandpolitik vermeiden

Meinung – Michael Korn | 10.05.2019, 08:21 Uhr

Die Stadt Delmenhorst will Hinterliegergrundstücke an der Anton-Günther-Straße erlauben. Das birgt Risiken. Ein Kommentar von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Diese Kehrtwende kann Signalwirkung haben: An der Anton-Günther-Straße will die Ratspolitik Eigentümerwünsche erfüllen und das Bauen in zweiter Reihe zulassen – entgegen den Einwänden der Verwaltung. In der Vergangenheit waren Hammergrundstücke (also der Hausbau im rückwärtigen Garten) städtebaulich verpönt. Schwierig zu koordinierende Überwegungsrechte, Rettungszufahrten und verkehrliche Aspekte waren einer gemeinschaftlich sinnvolleren Erschließungslösung für Hinterland gewichen. Mit dem Umschwung könnten jetzt auch andernorts Grundstückseigentümer wieder bei der Stadt vorstellig werden. Gleichwohl: Die Stadt braucht dringend zügig Bauland und muss von Fall zu Fall sorgfältig abwägen, was geht und was nicht. Diese Flexibilität muss sie aber auch in Randlage beweisen, um sich nicht dem Vorwurf der Willkür auszusetzen.