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„Stadt der Biker“ in Delmenhorst dk-Reporter wagt sich auf den Fahrradparcours

Von Marco Julius | 27.05.2016, 18:07 Uhr

Der Fahrradparcours gehörte zu den zentralen Angeboten der Veranstaltung Stadt der Biker. dk-Redakteur Marco Julius hat sich der Herausforderung gestellt.

Gunter David vom ADFC erhöht den Druck. „Der Fahrradparcours, den wir hier für die ,Stadt der Biker’ aufgebaut haben, ist konzipiert für Grundschüler der dritten und vierten Klassen“, sagt er, bevor der Reporter an den Start geht. Ein paar gut gemeinte Tipps geben Davids ADFC-Kollegen auch noch mit: „Nur die Ruhe, der Weg ist das Ziel!“. Es komme nicht aufs Tempo an, sondern auf sicheres Fahren. Ein Gelbes Trikot gibt es nicht.

Klopfendes Herz

Der Reporter weiß das alles, er war ja selbst mal Grundschüler. Vor gut 35 Jahren ist er den Parcours zuletzt gefahren, mit klopfendem Herzen, schauten doch die Mitschüler zu. Jetzt sind „nur“ Kameras der Kollegen auf ihn gerichtet. Also: Bella Figura machen. Auf geht‘s. Per Schulterblick muss sich der Reporter während der Fahrt eine Nummer merken, kein Problem, dann die erste Acht fahren, immer schön in der Spur bleiben, nicht überpacen. Dann kommt die Schikane, vor der der Reporter Bammel hat. Es gilt, eine lange Stange während der Fahrt aufzunehmen, im Kreis zu fahren und sie wieder abzulegen. Geht auch irgendwie. Wacklig zwar, aber gemeistert. Nun kommt der Slalompart. Der Reporter nimmt das Hütchen von links kommend. Von rechts wäre hier richtig gewesen. Aber in der B-Note gleicht der Reporter den kleinen Fauxpas locker aus. Die Hütchen bleiben stehen. Im großen Bogen geht es nun hinters Rathaus, außer Sichtweite der Kameras. Der Reporter entspannt und holt noch einmal Luft für den Schlussspurt. Über ein Brett muss er noch fahren, ohne dabei abzurutschen – und dann im Zieleinlauf direkt vor der Linie halten. Bremsentest.

Urkunde für gelungene Fahrt

Am Ziel haben sich nun schon einige Schaulustige eingefunden. Der Reporter steigt vom Rad. Ähnlich stolz wie in den Achtzigern, als er vom Kettcar aufs Rad umgestiegen ist und im Verkehrsgarten der Stadt Wilhelmshaven unterwegs war. Eine Urkunde gibt es auch. Genau wie damals in der Grundschule. „Marco Julius hat heute den Fahrradparcours erfolgreich durchfahren“. So sieht es mal aus. Noch ein schiefes Lächeln für den Fotografen. Aber wie sagte schon Altmeister Rudi Altig: „Ein Rennradfahrer muss seinen Hintern besser pflegen als sein Gesicht.“