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Stadt saniert in Kürze Brunnen Delmenhorst wirft Graft-Pumpen zur Entwässerung an

Von Michael Korn | 21.03.2016, 18:34 Uhr

Vor einem dreiviertel Jahr hat es der Delmenhorster Stadtrat beschlossen – jetzt soll es in Kürze losgehen: Die Instandsetzung alter Brunnen zur Entwässerung der versumpften Graftanlagen.

Im Konflikt um die Versumpfung der Graftanlagen steht Delmenhorst unmittelbar vor ersten Maßnahmen zur Entwässerung der Grünflächen. Wie das Rathaus am Montag, 21. März 2016, auf dk-Anfrage mitteilte, sollen die Arbeiten zur Instandsetzung von maroden Trinkwasserbrunnen in Kürze beginnen, damit über die Förderung der Grundwasserpegel gesenkt werden kann. Mutmaßlich erreichen die Gesamtkosten Millionenhöhe.

Klärendes Gespräch mit Stadtwerken

Laut Rathaussprecher Timo Frers steht jedoch ein „klärendes Gespräch“ mit der Delmenhorster StadtWerkegruppe noch aus. An diesem Gespräch solle auch die Untere Naturschutzbehörde beteiligt werden, damit diese sich „im Hinblick auf die Brut- und Setzzeit zielführend einbringen kann“. Das Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ hat unterdessen in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Axel Jahn die Sanierungsarbeiten erneut angemahnt. In den vergangenen zwei Monaten sei ein erheblicher Anstieg des Grundwassers in der Graft und umliegenden Gebieten festzustellen. Bereits im Juni vergangenen Jahres habe es einen entsprechenden Ratsbeschluss und im Juli eine Anweisung von OB Jahnz an die Stadtwerke gegeben, diesen politischen Willen umzusetzen. Seitdem seien acht Monate vergangenen ohne das erkennbare Sanierungsaktivitäten begonnen hätten. Bündnissprecher Heiko A. Honisch: „Wir hoffen, dass die Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli und die Wiesen-Aufwuchszeit kein erneutes Hindernis darstellen und nicht noch mehr Zeit vergeudet wird.“

200000 Euro je Brunnen

Zu Umfang und Kosten der Instandsetzung machte die Stadt am Montag keine Angaben. Zuvor hatte es geheißen, dass die Stadt die für die Wasserförderung relevanten drei maroden Brunnen in der Graft übernehmen und künftig auch unterhalten soll. Pro Pumpe müssten 200000 Euro investiert werden. Mit der gleichen Summe würden ein oder zwei neue Brunnen zu Buche schlagen, die Entlastung für die nicht auf Dauerbetrieb ausgelegten Pumpen schaffen könnten. Insgesamt kämen pro Jahr noch einmal etwa 300000 Euro für den Betrieb hinzu.