Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Stadt verhandelt weiter Ex-Baumarkt in Delmenhorst böte Platz für Flüchtlinge

Von Thomas Breuer | 22.10.2015, 13:27 Uhr

Wegen der weiter zu erwartenden Zuweisung von Flüchtlingen bemüht sich die Stadt auch um leer stehende größere Gebäude, deren Nutzung keine Einschränkung etwa für Sportvereine mit sich brächte.

Im Rennen bleibt die frühere Filiale der insolventen Baumarktkette „Max Bahr“ an der Nienburger Straße. „Das Thema ist nicht vom Tisch“, sagte Stadtsprecher Timo Frers auf Nachfrage. Es gebe Gespräche mit den Eigentümern, aber keinen neuen Sachstand. Um auch Gebäude nutzen zu können, bei denen die Sanitäranlagen nicht für viele Menschen ausreichen, hatte die Politik kürzlich dem Kauf von vier Sanitärcontainern aus dem Bestand einer örtlichen Firma zugestimmt.

Kaserne eventuell vor Ex-Kinderklinik bezugsfertig

Für die Flüchtlinge, die „regulär“ nach Delmenhorst kommen und nicht vom Land bloß weitergeleitet werden, weil Erstaufnahmeeinrichtungen fehlen, wird derzeit nur das Stadionheim als Sammelunterkunft für knapp 40 Personen genutzt. 42 freie Plätze gibt es noch in der hergerichteten früheren Kindertagesstätte Rappelkiste, Breslauer Straße. Ein Teil der früheren Kinderklinik am Klinikum sollte eigentlich Anfang 2016 saniert sein und Kapazitäten bieten. Die Stadt denkt aber darüber nach, das Großprojekt bei der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne vorzuziehen, wo rund 450 Personen einziehen könnten.