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Stadt zählt rund 200 Sturmschäden Züge zwischen Bremen und Delmenhorst rollen wieder

Von Sonia Voigt | 10.10.2017, 18:34 Uhr

Mindestens sechs Wochen wird es laut Fachdienst Stadtgrün dauern, bis alle Folgen von Sturmtief Xavier in Delmenhorst behoben sind. Der Bahnverkehr zwischen Delmenhorst und Bremen funktioniert aber früher wieder als befürchtet.

Die Folgen des Sturmtiefs Xavier halten Feuerwehr, Bauhof und Verkehrsbetriebe in der Stadt weiter auf Trab. Und das wird nach Einschätzung des Fachdienstes Stadtgrün und Naturschutz noch mindestens sechs Wochen lang so bleiben. Im Zugverkehr läuft es aber ab heute wieder deutlich runder: „Die Regio-S-Bahn-Linie 3 ist ab Mittwoch wieder halbstündlich zwischen Bremen und Delmenhorst unterwegs“, verkündete Nordwestbahn-Sprecherin Stephanie Nölke gestern.

Bahnstrecke von Delmenhorst nach Oldenburg weiter blockiert

Noch am Montag hatte Nölke befürchtet, dass zwischen Bremen und Oldenburg bis Anfang nächster Woche nur Busse verkehren. Dies gilt jetzt nur noch für die Strecke Delmenhorst – Oldenburg. Zwischen Bremen und Delmenhorst läuft der Betrieb allerdings vorerst eingleisig, was Verzögerungen bedeuten kann.

Feuerwehr rückt weiter zu Gefahrenstellen aus

Was die Verwüstungen durch den Sturm angeht, sind auf der zentralen Sammelliste des Fachdienstes Stadtgrün und Naturschutz laut Stadtsprecherin Maike Stürmer-Raudszus aktuell 194 Schäden gemeldet, wobei eine Meldung sich auf größere Flächen beziehen und eine ganze Reihe von Bäumen beinhalten kann. Fachdienst und Baubetrieb arbeiten eng mit der Feuerwehr zusammen, die laut Feuerwehrchef Thomas Stalinski allein am Donnerstag die Marke von 100 Einsätzen knackte und auch über das Wochenende hinaus weiter zu Gefahrenstellen gerufen wird.

Sperrungen sollen diese Woche aufgehoben werden

Die Fäden laufen dann beim Fachdienst Stadtgrün zusammen, der „nach Erkundungen vor Ort Prioritäten festlegt und Personal, Maschinen und Fremdfirmen verteilt“. Derzeit noch gesperrte Bereiche sollen laut Stürmer-Raudszus noch im Laufe dieser Woche freigegeben werden. Alle mit Priorität eins eingestuften Bäume werden vom Steiger aus „sicher geschnitten“, das Holz bleibe zunächst liegen. Schließlich geht es darum, die Eigentumsverhältnisse zu klären, damit feststeht, wer den Schaden beseitigen und die Kosten tragen muss.

Heftige Schäden im Stadtsüden und Düsternort

Heftige Schäden gab es laut Feuerwehrchef Stalinski neben den zerstörten Autos auf den Graftwiesen auch an der Düsternortstraße, wo ein Buswartehäuschen und mehrere Gebäude betroffen waren, sowie im Stadtsüden. Auch er geht davon aus, dass die Beseitigung der Schäden dauern wird, zumal nicht mal die Folgen des Sturmtiefs Sebastian im September behoben und Handwerker schwer zu bekommen sind.