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Stadtbild vor Veränderungen Zeit der Abrissbirne bricht in Delmenhorst an

Von Marco Julius | 24.07.2016, 20:12 Uhr

Schwere Baumaschinen werden bald ins Bild der Stadt eingreifen. Abrissarbeiten stehen am JHD Mitte, beim Hertie-Parkhaus, im Wollepark-Quartier und beim City-Parkhaus an.

Das Bild der Stadt Delmenhorst wird sich an vielen Stellen in den kommenden Monaten erheblich ändern. Als „Stadt im Umbruch“ hatte Oberbürgermeister Axel Jahnz Delmenhorst jüngst im dk-Interview bezeichnet und dabei positive Entwicklungsmöglichkeiten vorausgesagt. Dass „die ganzen Altlasten wegkommen, der ganze Beton, der ganze Müll“, sei gut für die Stadt, sagte Jahnz mit optimistischem Blick etwa auf den „Klotz Hertie-Parkhaus“.

Es sind vor allem vier große Projekte, bei denen die Abrissbirne eine wichtige Rolle spielen wird: Beim Josef Hospital Delmenhorst am Standort Mitte, bei der Hertie-Immobile in der Innenstadt, im Wollepark-Quartier und beim City-Parkhaus stehen über kurz oder lang einschneidende Abrissarbeiten an. Das dk stellt den aktuellen Stand vor.

Startschuss fällt am JHD Mitte

Am Josef-Hospital starten die Vorbereitungen für den Abriss der älteren Gebäudeteile noch im August. Dazu gehört laut Geschäftsführer Thomas Breidenbach beispielsweise das Entfernen der Einrichtung. „Der echte Abriss wird dann beginnen, wenn wir den Fördermittelbescheid des Landes haben“, sagt Breidenbach. Damit rechnet er Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres. „Wenn alles so klappt, werden wir im Frühjahr die Bagger rollen sehen“, sagte Breidenbach.

Sehen, dass etwas ins Rollen kommt, das wollen viele Delmenhorster vor allem bei der Hertie-Immobilie in der Innenstadt. Werner Uhde, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Immobilien Holding (DIH), kündigt den Abriss des Hertie-Parkhauses für den kommenden Oktober an. „Die Ausschreibung läuft“, sagte er auf dk-Nachfrage. Zum Hertie-Gebäude selbst, das seit 2009 leer steht, wollte sich Uhde noch nicht im Detail äußern. Sicher sei aber, dass das vordere Treppenhaus herausgerissen werde. „So können wir ein neues Flächenkonzept auf den Weg bringen, das uns bei der Suche nach Mietern hilft“, betonte Uhde. Er sei, was das ganze Projekt angeht, guter Hoffnung und in guten Gesprächen.

Blocks im Wollepark-Quartier vor Abriss

Im Wollepark-Quartier werden – wie berichtet – die großen Wohnblocks an der Straße Am Wollepark 1 bis 5 dem Erdboden gleichgemacht. Die Blocks sind bereits seit langer Zeit eingezäunt. Ein Schadstoffkataster ist mittlerweile erstellt. Vor dem Abriss werden noch die Bodenbeläge entfernt, ehe die Blocks bis in den Rohbauzustand entkernt werden. Der Termin für den Abriss ist bereits mehrfach nach hinten korrigiert worden. Derzeit geht die Stadtverwaltung davon aus, dass der Abriss im Spätherbst dieses Jahres erfolgen kann, berichtete Stadtsprecher Timo Frers auf Nachfrage.

City-Parkhaus verschwindet

 Bis Mitte 2017 soll auch das in die Jahre gekommene City-Parkhaus am Stadtwall komplett aus dem Stadtbild verschwunden sein. Als „große Chance mit Blick auf die Innenstadtentwicklung“ hatte Stadtbaurätin Bianca Urban jüngst den Abriss bezeichnet, der Anfang 2017 starten könnte und bis Mitte des Jahres vollständig abgeschlossen sein soll. Der gewonnene Platz soll dann zügig durch einen Neubau genutzt werden, der neben Parkraum auch Platz für Büros, Gastronomie und Dienstleistungen bieten könnte.