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Stadtempfang in der Markthalle Von Abbruch und Aufbruch in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 16.12.2016, 22:36 Uhr

Der Stadtempfang in der Markthalle hat am Freitagabend mehr als 200 Vertreter des öffentlichen Lebens zu einem geselligen Austausch zusammengeführt.

Es war das Bild einer Stadt zwischen Abbruch und Aufbruch, das Oberbürgermeister Axel Jahnz am Freitagabend beim Delmenhorster Stadtempfang in der Markthalle zeichnete. In seiner Rede verriet er den mehr als 200 geladenen Gästen zwar nicht viel Neues, zeigte allen Unkenrufen zum Trotz aber auf, dass sich in Delmenhorst viel bewegt. Für Teilnehmer, die schon beim Stadtempfang 2015 dabei waren, bot dies einen gewissen Wiedererkennungswert.

„Froh, den alten Beton rauszufahren“

Zum kurzfristig vorgesehenen Abbruch der beiden Parkhäuser in der Innenstadt und diverser Wollepark-Blocks sagte er: „Ich bin froh, wenn wir diesen alten Beton, der nichts mehr taugt, aus der Stadt rausfahren können.“ Und er zeigte sich optimistisch. Schon bald werde man sich in Delmenhorst darüber unterhalten, „was wir geschafft haben“.

Denn zum Abbruch soll sich auch der Aufbruch gesellen. Jahnz kündigte für die nahe Zukunft „sehr viele Spatenstiche“ an. Er verwies auf die großen Projekte wie den Krankenhaus-Neubau in der Innenstadt, die Neuentwicklung der „Zur Pultern“-Brache oder auch auf die Umwandlung des nunmehr stadteigenen Delmod-Areals in Bauland für privaten Wohnraum. Zu Letzterem fügte er an: „Wir benötigen es auch, um Bürger zu halten oder auch aus anderen Kommunen zu holen.“ Das vernahm auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken, die unter den Gästen war und in den vergangenen Jahren viele Bauwillige aus Delmenhorst für Ganderkesee gewonnen hat.

Aufbruch auch in der Peripherie

„Delmenhorst“, das steht auch mit diesem Vorhaben für Jahnz fest, „ist nicht nur in der Mitte im Aufbruch, sondern auch in der Peripherie.“ Am Stadtrand sieht er in der Neuentwicklung des alten Klinikum-Areals an der Wildeshauser Straße eines der bedeutendsten Vorhaben für die Stadt. Wenn in einigen Jahren das Krankenhaus zugunsten des Standorts in der Innenstadt aufgegeben werde, müsse es fertige Pläne für das Gelände geben, das er als „Diamant“ bezeichnete. Mit viel Kreativität gelte es, die Planungen schon jetzt zu beginnen.

Zur Hertie-Revitalisierung sagte Jahnz, Investor Werner Uhde (Deutsche Immobilien Holding) habe für die nahe Zukunft einen Sachstandsbericht angekündigt. Uhde selbst wurde in kleiner Runde noch etwas deutlicher: Dem Oberbürgermeister sei das Wesentliche schon bekannt. In gewohnter Weise zeigte sich Uhde hinsichtlich der Einzelheiten auf Nachfrage weiter zugeknöpft.

Würdigung für Dr. Harald Groth

Eine besondere Würdigung wurde im Laufe des von der jungen Kunstinitiative „Copartikel“ und dem musikalischen Duo Milou kulturell aufgewerteten Abends Dr. Harald Groth zuteil. Mit warmen Worten und einem Präsent würdigte Jahnz den Sozialdemokraten für sein Engagement zum Wohl des Delmenhorster Gesundheitswesens. Er habe den Zugang zu Ministerien und zu finanziellen Mitteln für den Krankenhausneubau geebnet.

Für den kulinarischen Part des Stadtempfangs zeichnet das Hotel-Restaurant Thomsen verantwortlich. Unter anderem stand eine „Kleine Kohlfahrt“ auf dem Speiseplan.