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Im Zuge der Digitalisierung Stadtwerke Delmenhorst weiten Kommunikation mit Kunden aus

Von Marco Julius | 18.04.2019, 19:56 Uhr

Störfälle wie kaputte Ampeln oder defekte Straßenlaternen sollen sich in Delmenhorst per App ganz leicht beheben lassen.

Noch einmal aufs Smartphone getippt – und schon geht die Meldung raus. Hans-Ulrich Salmen, Geschäftsführer der Stadtwerkegruppe Delmenhorst (SWD) demonstriert, wie leicht es ist, den Störfallmelder zu nutzen, der auf der Stadtwerke-App sWapp eingerichtet ist. „Man kann als Bürger ganz leicht auswählen, was gemeldet werden soll: eine defekte Straßenbeleuchtung, eine kaputte Ampel, eine illegale Müllentsorgung, eine verunreinigte Haltestelle, eine Oberflächenversackung im Pflaster, dann noch ein Bild machen und auf senden tippen“, sagt Salmen. Die Nachricht komme direkt mit den GPS-Daten bei der SWD an und dann heiße es: „Wir kümmern uns drum“.

Störfallmelder freigeschaltet

Die App gibt es bereits etwas länger, die Testphase ist abgeschlossen, jetzt will Salmen offensiv in die Werbung gehen. Denn von der App ist er rundherum überzeugt. Neben dem Störfallmelder sind über die App auch Veranstaltungen in Delmenhorst und die Notdienste der Apotheken zu finden. Wer sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen möchte, ist mit sWapp ebenfalls auf dem richtigen Weg. Zudem zeigt sie Autofahrern, wie hoch die Anzahl der freien Parkplätze im City-Parkhaus ist. „Man kann sich über die App auch informieren, wann man seine Mülltonnen an die Straße stellen muss“, sagt Salmen – „und das auch per Push-Nachricht“.

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Zur Sache

"sWapp", die App der Stadtwerke, ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.

Die App ist für Salmen ein wichtiger Baustein auf dem Weg der Digitalisierung. „Wir als Stadtwerkegruppe sehen die Digitalisierung als Chance. Wir wollen sie offensiv nutzen.“ Ziel sei es, Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und die Kommunikation mit Kunden auszuweiten und zu optimieren. Stichwort Kommunikation: Auf Twitter ist die SWD mittlerweile aktiv, immer nah am Kunden. Auch den virtuellen 3D-Rundgang durch die Grafttherme, der kürzlich freigeschaltet wurde, zählt Salmen auf, wenn es um die Möglichkeiten der Digitalisierung geht. Verträge online wechseln

Im Kundenportal der SWD können nach der Registrierung nicht nur Verträge und Rechnungen eingesehen werden, sondern demnächst auch ganz einfach online die Verträge gewechselt werden. Hierbei werde automatisch der für den Kunden günstigste Tarif ermittelt.

Auch hinter den Kulissen arbeiten die Stadtwerke daran, sich der neuen technischen Möglichkeiten zu bedienen. „Videokonferenzen mit überregionalen Geschäftspartner sparen Kosten ein. Auch die Umwelt wird entlastet, wenn mehrstündige Reisezeiten wegfallen“, betont Salmen. Das „Digitale Lernen“ über Webinare und Online-Unterweisungen werde zudem mehr und mehr Bestandteil des Arbeitsalltags sein. Neue Leuchten für die Graft

Was eine neue Technik ausmachen kann, das soll auch bald in der Graft sichtbar werden. „Wir führen hier die smarte Beleuchtung ein“, sagt Salmen. Die alten Laternen, vielen von ihnen defekt, sollen ersetzt werden. Dabei setzen die SWD nicht nur auf LED-Leuchten, sondern auf ein neues Konzept, das Licht nach Bedarf bietet. „Die Grundbeleuchtung wird auf 20 Prozent zurückgefahren. Die Leuchten erkennen aber, wenn sich jemand nähert und drehen dann auf. Bei Fußgängern werden die nächsten zwei, drei Leuchten jeweils heller, bei den schnelleren Radfahrern die nächsten vier bis fünf“, erklärt Salmen. Er verspricht sich von den neuen Leuchten eine Einsparung beim Energieverbrauch von 95 Prozent.

„Die Digitalisierung ist im privaten Bereich selbstverständlich. Da sind auch Unternehmen gefordert, sich dem technologischen Wandel zu stellen“, betont der Geschäftsführer. Und er sagt: „Die Digitalisierung ist nie zu Ende. Es wird immer neue Ideen, neue Erfindungen geben. Wir bleiben am Ball.“