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Städtische Galerie Delmenhorst Auf den Spuren der Künstlerin Hermine David

Von Marco Julius | 21.09.2016, 15:14 Uhr

Im Rahmen der neuen Ausstellung „À la recherche: Hermine David“ lädt die Städtische Galerie am Donnerstag, 22. September, um 18 Uhr zum ersten Rundgang durch die Ausstellung ein – inklusive Einblicke in die Zusammenarbeit mit einem Seminar an der Universität Bremen und einem Glas Sekt.

Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt vier Euro. „À la recherche: Hermine David“ zeigt anhand von rund 150 Exponaten einen Querschnitt durch ein künstlerisches Lebenswerk: Öl- und Aquarellmalereien, Zeichnungen – insbesondere Landschaften, Stadtszenen und Porträts sowie Grafiken und illustrierte Bücher. Als weltgewandte und selbstbewusste Frau war die französische Malerin und Grafikerin Hermine David Teil des berühmt berüchtigten Pariser Künstlerzirkels um Montmartre und Montparnasse. Dennoch bleibt sie in der Kunstgeschichte eine weitgehend blasse Figur und ihr Werk nahezu unerforscht.

Fragen der Künstlerinnenforschung

Nach einer allgemeinen Einführung in die Ausstellung reißen Galeriedirektorin Dr. Annett Reckert und Kuratorin Aneta Palenga Fragen der Künstlerinnenforschung an. „Warum hat es keine bedeutenden Künstlerinnen gegeben?“, fragte bereits 1971 die amerikanische Kunsthistorikerin Linda Nochlin und begründete damit die feministische Kunstwissenschaft. Auf dieser Grundlage arbeitete auch ein Seminar der Universität Bremen im Vorfeld zur aktuellen Ausstellung. Während der erarbeiteten Vermittlungsangebote des Seminars wird Studentin Insa Melzer an diesem Abend das von Hermine David illustrierte Buch „Les nuits chauds du Cap Français“ (1926) vorstellen. Der Roman von Hugues Rebell ist hierzulande unter dem Titel „Die heißen Nächte vom Kap“ erschienen. Die Farbradierungen Hermine Davids eröffnen dabei eine paradiesische, leicht erotisch angehauchte Südseewelt.

Eintauchen in exotische Welten

Die Gäste können in der Städtischen Galerie Delmenhorst in die exotischen Welten „vom Kap“ eintauchen und über die Sichtbarkeit von Künstlerinnen in der klassischen Kunstgeschichte diskutieren.

Ein Glas „Hermine David“-Sekt, der zur begleitenden Ausstellung „Salon de Bär“ in der Remise (Eröffnung am 23. Oktober) von Anke Bär gestaltet wurde, rundet den spätsommerlichen Abend ab.