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Stärke von 1,9 Leichtes Erdbeben erschüttert Landkreis Oldenburg

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 21.08.2017, 18:09 Uhr

An der Grenze zwischen den Landkreisen Oldenburg und Diepholz hat sich am Sonntagmorgen ein leichtes Erdbeben ereignet. Dies teilte jetzt der Niedersächsische Erdbebendienst mit.

Nach Angaben des im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie angesiedelten Erdbebendienstes, wurde das Erdbeben mit einer Lokalmagnitude von 1,9 am Sonntag, 20. August, um 6.02 Uhr zwischen Wildeshausen und Syke registriert. Das Epizentrum liegt an der Grenze der Landkreise Oldenburg und Diepholz bei Klosterseelte. Es befindet sich im Bereich des gleichnamigen Erdgasfeldes Klosterseelte. Aufgezeichnet wurden die Erdstöße von seismischen Stationen, die von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gemeinsam mit geophysikalischen Forschungs- und Hochschuleinrichtungen betrieben werden. Das Überwachungssystem für seismische Ereignisse des Bundesverbandes Erdöl, Erdgas und Geoenergie zeichnete dieses Beben laut Mitteilung des Erdbebendienstes ebenfalls auf.

Bereits häufiger Erdbeben gemessen

In dieser Region wurden bereits zuvor schwache Erdbeben registriert, zuletzt am 29. März 2017 mit der Magnitude 1,7. Weitere Erdbeben ereigneten sich laut Erdbebendienst am 1. Mai 2014 mit der Magnitude 3,2, am 15. Juli 2005 mit der Magnitude 3,8 sowie ein Nachbeben am 30. Juli 2005 mit der Magnitude 2,2 im südöstlichen Bereich der Erdgaslagerstätte. Ein Zusammenhang zwischen den seismischen Ereignissen und der Erdgasförderung wird vom Erdbebendienst daher als wahrscheinlich eingestuft.

Anwohner können Fragebogen ausfüllen

Anwohner, die das Beben verspürt haben, können ihre Beobachtungen zum aktuellen Erdbeben über einen Fragebogen auf der Internet-Seite des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie melden. „Die hier gemachten Angaben werden für eine unabhängige Bestimmung des Epizentrums und zur Abschätzung der Auswirkungen des Erdbebens genutzt“, teilt das Landesamt mit. Auch Negativmeldungen, wo keine Erschütterungen verspürt werden konnten, seien für die Auswertung von hoher Bedeutung. Bisher liegen dem Landesamt keine Meldungen zu dem seismischen Ereignis vor.