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Starke Stimme für Gleichheit Delmenhorsterin spricht für Niedersächsische Gleichstellungsbüros

Von Lennart Bonk | 04.11.2018, 12:11 Uhr

Delmenhorsts Gleichstellungsbeauftragte Petra Borrmann vertritt künftig Niedersachsens Gleichstellungsbüros nach außen. Für drei Jahre fungiert sie als Sprecherin.

In Sachen Gleichberechtigung vertritt nun auch eine starke Stimme aus Delmenhorst die Belange der Gleichstellungsbüros des Landes Niedersachsen. Die Delmenhorster Gleichstellungsbeauftragte Petra Borrmann wurde auf der Konferenz der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbüros Niedersachsens (LAG) einstimmig in das achtköpfige Sprecherinnengremium gewählt.

Borrmann arbeitet nun auf Landesebene mit

Für die nächsten drei Jahre vertritt sie zusammen mit den anderen LAG-Sprecherinnen ihre Kolleginnen nach außen. Als Sprecherin wird Petra Borrmann mit dem niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, den kommunalen Spitzenverbänden, dem Landesfrauenrat und weiteren relevanten Gruppen zusammenarbeiten, teilt die Stadt Delmenhorst mit.

Landeskonferenz beschäftigt sich mit Hebammenversorgung

Auf der Landeskonferenz begrüßte Sozialministerin Dr. Carola Reimann 75 Gleichstellungsbeauftragte. Sie betonte die Bedeutung der Gleichstellungsbeauftragten für die Umsetzung der Geschlechtergerechtigkeit, insbesondere in gemeinsamen Projekten wie dem Landesaktionsplan zur Verbesserung der Hebammenversorgung, das Mentoringprogramm für mehr Frauen in die Kommunalpolitik oder die Zusammenarbeit bei der Überarbeitung des Niedersächsischen Gleichstellungsgesetzes.

Experte moniert unzureichende Versorgung

Zum Thema Hebammenversorgung referierte Thomas Altgeld von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen. Die Versorgung schwangerer Frauen ist aus seiner Sicht in Niedersachsen unzureichend. Zudem entspreche die Ausbildung längst nicht mehr dem EU-Standard. In fast allen europäischen Ländern setze der Hebammenberuf ein Studium voraus. Die Landeskonferenz forderte daher die Einrichtung eines Dualen Studiengangs für Hebammen in Niedersachsen.