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Starker Auftritt von Chi Ho Han Virtuose Kunst auf Delmenhorster Bühne

Von Marco Julius | 01.03.2016, 16:38 Uhr

Die Staatliche Slowakische Philharmonie Košice hat im Kleinen Haus überzeugt. Im Mittelpunkt des Abends stand aber der junge Pianist Chi Ho Han.

Er ist jung. Und er sieht noch jünger aus. Und doch ist er längst ein Ausnahmetalent, ein Könner seines Fachs. Chi Ho Han, 1992 in Seoul geboren, ist bereits jetzt ein Pianist mit erstaunlichen Fähigkeiten. Das hat er am Montagabend beim Orchesterkonzert im Kleinen Haus bewiesen, dass Chi Ho Han mit der Staatlichen Slowakischen Philharmonie Košice unter der Leitung von Zbynek Müller bestritt, eindrucksvoll, virtuos und mit viel Körpereinsatz bewiesen.

Publikum feiert den gebürtigen Südkoreaner

Das Delmenhorster Publikum feierte den gebürtigen Südkoreaner mit rhythmischem Applaus und setzte dabei anerkennend Füße und Hände ein.

Edvard Griegs Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op.16 spielten Chi Ho Han und die Philharmonie auf im besten Sinne des Wortes professionelle Art. Das Klavierkonzert bot dabei genügend Raum, um die Fertigkeiten des Solisten Chi Ho Han, der seinem Spiel viel Tiefe verlieh, herauszustellen.

Über 150 CDs eingespielt

Die Slowakische Philharmonie zeigte aber zu Beginn des Konzertabends mit Carl Maria von Webers Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“ und nach der Pause mit Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 6-Dur op. 60 auch ohne den Pianisten eindrucksvoll, dass das Orchester, 1968 gegründet, zurecht national und international große Anerkennung genießt. Über 150 CDs haben die Musiker eingespielt, die Liste der Musiker, mit dem die Philharmonie kooperierte, reicht von Dietrich Fischer-Dieskau bis zu Luciano Pavarotti.

Fachwelt erwartet große Karriere

Der Mann im Mittelpunkt des Abends aber war ohne Zweifel Chi Ho Han, der bereits viele Preise einheimsen konnte. Erste Erfolge bei internationalen Wettbewerben feierte er bereits im Alter von 17 Jahren. Er hat zunächst in Seoul studiert und führte sein Studium dann an der Folkwang Universität in Essen und ab 2012 an der Hochschule für Musik in Hannover weiter. Man darf gespannt sein, wohin ihn sein Weg noch führt. Die Fachwelt jedenfalls traut ihm die ganz große Karriere zu. Das Delmenhorster Publikum, das ließ der Applaus vermuten, sieht das ganz ähnlich.