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Start des neuen „Star Wars“ Die Macht ist stark in Delmenhorst

Von Jan Eric Fiedler | 16.12.2015, 22:50 Uhr

„Star Wars ist ein Teil meines Lebens“, sagt Patrick Hepner. Das dk hat sich zum Start des neuen Films mit dem Delmenhorster Fan getroffen und über „Das Erwachen der Macht“ gesprochen.

Zehn Jahre hat Patrick Hepner auf den heutigen Tag gewartet. Heute startet mit „Das Erwachen der Macht“ der neue Star-Wars-Film in den Kinos. Als Beweis, wie sehr er dem Ereignis entgegenfiebert, zückt er sein Handy. Auf dem Display läuft ein Countdown. „Schon seit zwei Jahren“, sagt Hepner. Heute endet er.

Vorher kaum über den Film informiert

Von dem, was ihn im Kino erwartet, weiß er jedoch nur sehr wenig. „Die Story des Films ist mir gar nicht bekannt. Das Einzige, was ich gesehen habe, war der erste Trailer“, erzählt der 33-Jährige. Anders als andere Fans, die jede noch so kleine Information zum lange ersehnten Film sammeln, will er zunächst das fertige Werk auf sich wirken lassen.

Rückkehr zum alten Look gefällt Hepner

„Ganz kann man dem natürlich nicht entgehen“, gibt er zu. So weiß auch er, dass schon lange eine Diskussion um die Rolle von Luke Skywalker entbrannt ist und dass der Look des Films, wie im Trailer zu erkennen war, sich wieder an der Original-Trilogie orientieren wird. „Das finde ich gut. Computereffekte ganz wegzulassen, geht heute nicht mehr. Aber es wurde viel Wert darauf gelegt, an Drehorten zu filmen und viele Sets zu bauen“, erklärt Hepner. Die Teile I bis III, die zwischen 1999 und 2005 in die Kinos gekommen sind, standen bei Fans wegen ihres bunten und fast ausschließlich aus dem Computer stammenden Looks in der Kritik.

Kritik an Disneys Veröffentlichungsplänen

Ein wenig kritisch blickt er darauf, dass die Star-Wars-Welt mittlerweile zu Disney gehört. „Disney macht gute Filme“, sagt er mit Verweis auf die ersten „Fluch der Karibik“-Teile. „Sie wissen aber nicht, wann Schluss ist.“ Das könnte auch bei Star Wars der Fall sein, schließlich hat der Konzern angekündigt, nun jedes Jahr einen Film zu produzieren, der in der Welt der Jedi-Ritter angesiedelt ist. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film schlecht wird“, gibt er sich aber vor dem ersten der neuen Filme überzeugt.

Zahlreiche Sammelstücke in der Wohnung

„Star Wars ist ein Teil meines Lebens“, sagt Hepner. Seit mehr als 20 Jahren begleitet ihn das von George Lucas geschaffene Universum und die damit verbundene Sammelleidenschaft. Früher, in seinem Jugendzimmer, waren alle Wände voll mit Postern, Autogrammen und – wie es sich für einen Fan gehört – original verschweißten Sammelfiguren. Jetzt sieht man auf dem ersten Blick in der Wohnung, in der er mit seiner Freundin lebt, zunächst nur einen Stormtrooper-Helm auf dem Regal. Doch beim genaueren Hinsehen, lassen sich doch viele Kleinigkeiten entdecken, von der Sammelfigur über die Küchenuhr bis hin zum gerahmten Autogramm des Boba-Fett-Darstellers Jeremy Bulloch.

Han Solo auf den Unterarm tätowiert

Der Kopfgeldjäger Boba Fett ziert auch Hepners Unterarm als Tattoo. Auf der anderen Seite seines Armes ist der in Karbonit eingefrorene Han Solo zu sehen. An dieser neuen „Sammlung“ lässt sich auch erkennen, dass er seine Freundin schon längst mit seiner Leidenschaft angesteckt hat: Der Roboter R2D2 ziert ihren Unterarm.

Sohn heißt natürlich Luke

Gemeinsam besuchen sie auch Star-Wars-Treffen. Für April war deshalb eigentlich eine große Reise geplant. Sie wollten gemeinsam nach Anaheim in Kalifornien. Dort feierte der erste Trailer des neuen Films bei der „Star Wars Celebration“, dem größten Treffen für Star-Wars-Fans, seine Premiere. Doch dann kam etwas Erfreuliches dazwischen: Seine Freundin wurde schwanger. Und seit mittlerweile viereinhalb Monaten sind die beiden Eltern. Der Name des Jungen: Luke.