Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Start ins Ausbildungsjahr Delmenhorster Abiturient freut sich auf Tischerlehre

Von Thomas Breuer | 01.08.2016, 16:51 Uhr

Nach dem Abitur eine Tischlerlehre? Für Torben Lukas Maskow kein Ding. „Ich wollte etwas mit meinen Händen machen“, sagt der 19-Jährige, der am Montag seine dreijährige Ausbildung bei Tischlermeister Rainer von Seggern an der Steller Straße begonnen hat.

Der Abiturient von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Delmenhorst hat den Handwerksbetrieb bereits während eines Praktikums kennengelernt, und von Seggern macht deutlich, dass er solch einer Testphase große Bedeutung beimisst. „Ein Praktikum ist das Wichtigste überhaupt“, sagt er. Nicht nur die Teamfähigkeit könne sich in solch einer Phase zeigen, sondern auch, ob der angehende Lehrling Voraussetzungen mitbringe, über die kein Zeugnis der Welt etwas aussagt – räumliches Vorstellungsvermögen etwa.

Nie vor handwerklichen Arbeiten gescheut

Der Vater des neuen Lehrlings war Malermeister, und Torben Lukas Maskow hat sich auch daheim nie gescheut, handwerkliche Arbeiten auszuführen. An seinem Ausbildungsbetrieb gefällt ihm, dass das zwölfköpfige Team sehr individuell arbeitet und viele Leistungen in Bereichen selbst erbringt, in denen andere lieber auf den Zukauf setzen.

In der Regel stellt Rainer von Seggern pro Jahr einen Lehrling ein und sagt: „So wie es im Moment läuft, macht das Ausbilden Spaß.“ Die jungen Berufsanfänger erwartet im Betrieb auch ein engagierter junger Meister, der selbst im Prüfungsausschuss tätig ist. So gar einen Lehrling, der zuvor einige Semester Betriebswirtschaftslehre hinter sich hat, gab es schon in der Firma.

„Einige, die erst mal eine Ausbildung machen“

Torben Lukas Maskow empfindet es denn auch gar nicht als so etwas Besonderes, dass er als Abiturient nicht an die Uni gegangen ist. „Bei uns im Jahrgang sind einige, die erst mal eine Ausbildung machen“, sagt er.

Was danach kommt, wer weiß das schon? Rainer von Seggern muss in Erwägung ziehen, dass der Azubi nicht unbedingt als Geselle bleiben wird. „Aber dann hatte ich wenigstens drei Jahre einen guten Azubi.“