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Staunen, tauschen, kaufen Neunte Delmenhorster LEGO- und Playmobil-Börse

Von Kea Neeland und Merlin Hinkelmann | 05.10.2016, 17:07 Uhr

Ritterburgen, Flugzeuge und Raumschiffe: Im Oktober wird es wieder hunderte Spielzeug-Begeisterte zur Delmenhorster LEGO-Börse in die Markthalle ziehen.

Matthias Grebe hält das britische Jagdflugzeug mit der Aufschrift „Sopwith BIO226“ stolz in die Höhe. Der 44-Jährige hat nicht etwa übermenschliche Kräfte, sondern ist ein leidenschaftlicher LEGO-Fan und Besitzer des „exklusiven Stücks“. Zum neunten Mal veranstaltet er in Kooperation mit der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (DWFG) die „LEGO- und Playmobil-Börse“.

Aussteller aus Dänemark dabei

Am Sonntag, 16. Oktober, feilschen wieder Sammler und Hobbybauer von 11 bis 16 Uhr in der Markthalle um die Wette. Grebe erwartet etwa 30 Aussteller, einer reist sogar aus Dänemark an. Am Konzept hat er nur leicht gefeilt: Es werden jetzt vermehrt neue Aussteller zu sehen sein – dank einer rotierenden Warteliste. „Wir haben eine breite Zielgruppe, sprechen Familien und passionierte Sammler gleichermaßen an“; erklärt Ines Menke von der DWFG und fährt fort: „Die Börse ist eine gute Gelegenheit, die Markthalle und Delmenhorst selbst bekannter zu machen. Besonders begehrt seien in diesem Jahr Star-Wars-Modelle.

Hobby zum Beruf gemacht

„Die Börse ist bunt gefächert“, betont Grebe. Zwar sei LEGO deutlich begehrter, doch auch Playmobil habe seinen festen Platz auf der Börse. „Mit beidem kann man ganze Städte bauen und seine Kreativität ausleben.“ Pädagogisch wertvoll sei das Spiel mit den Klötzen und Figuren allemal. Lego sei aber nicht nur Kinder-Spielzeug, es gebe immer mehr Erwachsene, die sich „als AFOL outen“. Das sind „adult fans of LEGO“, erwachsene LEGO-Fans. Mit über 3000 Teilen seien Modelle wie der Todesstern von Star Wars ohnehin zu groß für die Kleinen. Auch Grebe hat schon als Kind viel mit LEGO gespielt und später sein Hobby zum Beruf gemacht. Heute bewertet Grebe als Experte den Wert von LEGO-Spielzeug und veranstaltet regelmäßig Börsen. Privat ist er seiner großen Leidenschaft ebenfalls ganz verfallen: Über eine halbe Tonne LEGO bunkert der gelernte Garten- und Landschaftsbauer in einem eigenen Raum, in der Garage und sogar im Schlafzimmer. „Ich kann einfach nicht anders, ich muss es tun“, beschreibt Grebe seine „Sucht“. Für die Börse im Oktober rechnet er bei freiem Eintritt und kleinen Snacks mit rund 500 Besuchern.