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Steigende Ausgaben erwartet AOK Delmenhorst wächst überdurchschnittlich

Von Katja Butschbach, Katja Butschbach | 29.02.2016, 22:16 Uhr

Die AOK Delmenhorst/ Wildeshausen hat im vergangenen Jahr 1040 Versicherte dazugewonnen. In diesem Jahr seien bislang rund 300 Versicherte neu hinzugekommen, vor allem durch Zusatzbeitragssteigerungen anderer Kassen.

Die Krankenkasse AOK Delmenhorst/Wildeshausen hat 2015 laut Regionaldirektor Jan-Gerd Indorf ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet. 1040 Versicherte sind im Einzugsbereich des Servicezentrums hinzugekommen.

Grund seien unter anderem die Mehrleistungen – Versicherte fragten etwa Impfungen vor Auslandsreisen und professionelle Zahnreinigung nach. Dies könne im Sinne der Prävention neben den Vorteilen für die Versicherten, so Indorf auf Nachfrage, auch „irgendwann für uns zur Einsparung“ führen. Dies werde sich aber kaum bemessen lassen.

Demografische Entwicklung steigert Ausgaben

Für dieses Jahr rechnet die AOK angesichts der demografischen Entwicklung und neuer gesetzlicher Vorgaben weiter mit steigenden Ausgaben: Niedersachsenweit geht es um 642 Millionen Euro mehr. Der Haushalt für 2016 beträgt in der Krankenversicherung 8,2 Milliarden Euro und 1,5 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Um dies auszugleichen, müssten auch die Löhne wachsen, erläuterte Indorf. Ob dies in dem entsprechenden Ausmaß geschehen werde, sei fraglich.

Konstante Mitarbeiterzahl

Die Mitarbeiterzahl in Delmenhorst sei mit 44 konstant, auch für Wildeshausen (zwölf Mitarbeiter) treffe dies zu. Wenn sich die positive Entwicklung bei der Zahl der Mitglieder so fortsetze, stoße man aber irgendwann an Grenzen, sagte Indorf. In der gesamten Region Oldenburg habe man acht Auszubildende. Ausbildung sei deshalb so wichtig, weil Mitarbeiter viel mit dem Sozialgesetzbuch zu tun hätten und hier Fachkenntnisse benötigten. Man werde auch keine Geschäftsstellen schließen.

Starkes Wachstum auch zum Jahresanfang

2016 seien bislang rund 300 Versicherte neu hinzugekommen, vor allem durch Zusatzbeitragssteigerungen anderer Kassen zum 1. Januar 2016. Man selbst sei bei 0,8 Prozent Zusatzbeitrag geblieben, was zu einer gesteigerten Nachfrage führe.

Die Flüchtlingswelle des vergangenen Jahres ist noch nicht bei den Krankenkassen angekommen. Die Flüchtlinge kommen erst nach 15 Monaten in die Krankenversicherung.