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Steiler „Huckel“ sorgt für Unmut Kritik für Aufpflasterung an der Krippe Varreler Feld

Von Dirk Hamm | 07.01.2015, 17:30 Uhr

Als zu steil aufragend kritisieren manche die neue Fahrbahnschwelle vor der Kinderkrippe Varreler Feld. Die Verwaltung weist die Kritik zurück.

So manchen Autofahrer hat es in den vergangenen Monaten auf der Straße Varreler Feld kräftig durchgerüttelt: Die Aufpflasterung im Bereich der im Herbst 2014 eröffneten Kindertagesstätte Varreler Feld versetzt dem zu schnell passierenden Verkehrsteilnehmer einen gehörigen Stoß. Der quer über die gesamte Fahrbahn reichende Hügel soll die Autofahrer dazu anhalten, das im Abschnitt vor der Kinderkrippe geltende Tempo 30 einzuhalten.

Nicht zuletzt, seitdem ein Autofahrer kurz vor Silvester mutmaßlich beim Überqueren der Aufpflasterung die Ölwanne seines Wagens beschädigte und eine Ölspur bis nach Moordeich zog, ist der von manchen als zu steil und hoch empfundene „Huckel“ ein Gesprächsthema. „Ich werde oft darauf angesprochen“, sagt Jürgen Timm. Der Varreler FDP-Politiker kritisiert die Ausführung der verkehrsberuhigenden Maßnahme. „Autofahrer, die das vorgeschriebene Tempo einhalten, werden mitbestraft“, meint der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion. Benno Arens von der Bauverwaltung hingegen weist darauf hin, dass die Aufpflasterung regelkonform ausgeführt worden sei.

Timm bevorzugt eine abgespeckte Lösung mit kleineren Schwellen, diese hätten ausreichende psychologische Wirkung. Sein Gegenüber von der CDU-Fraktion, Frank Schröder, widerspricht: „Oberstes Gebot ist die Sicherheit der Kinder. Dafür ist die Maßnahme genau richtig.“

Die Kritiker monieren auch, dass in Richtung Moordeich fahrend ein Tempo-70-Schild in Sichtweite der Schwelle dazu verleite, zu früh Gas zu geben. „Wir werden uns das anschauen. Möglicherweise muss der Abstand korrigiert werden“, sagt dazu Michaela Schierenbeck vom Fachdienst Verkehr.