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Sterbebegleiter suchen Ehrenamtliche Verstärkung für den Delmenhorster Hospizdienst

Von Frederik Grabbe | 07.11.2017, 11:35 Uhr

Der Delmenhorster Hospizdienst hat Verstärkung erhalten: Vier Absolventinnen eines Sterbebegleiter-Kurses stoßen neu zu dem 30-köpfigen Team. Dennoch braucht der Verein dringend neue Kräfte.

Sie geben Beistand bis zuletzt: die ehrenamtlichen Hospizbegleiter. Die 30 Begleiter des Hospizdienstes haben nun Verstärkung erhalten. Am Montag sind vier Absolventinnen eines Qualifaktionskurses der Volkshochschule (VHS) zur Sterbebegleitung in den Reihen der Helfer aufgenommen worden. Darin haben sie in 100 Unterrichtsstunden gelernt, wie sie todkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten. „Hospizbegleitung stellt hohe psychosoziale Anforderungen dar“, sagt Hospizdienst-Koordinatorin Martina Meinken. Belastende Situationen auszuhalten, ohne sich selbst zu überlasten sei darum unter anderem Inhalt des Kurses gewesen.

Mehr Fachkompetenz etwa bei Trauerphasen

Eine Absolventin ist unter anderem Bianca Franken aus Hude. „Ich habe selbst in meinem Umfeld einige Sterbefälle gehabt und habe die Betroffenen zuvor begleitet“, sagte die ausgebildete Heilerin. Sie hat den Kurs belegt, um mehr Fachkompetenz zu erlangen – beispielsweise über die Trauerphasen bei Sterbenden wie Angehörigen.

Fallzahlen haben sich in zwei Jahren verdoppelt

In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Fallzahlen des Hospizdienstes verdoppelt: 2017 wurden laut Meinken bereits 40 Begleitungen abgeschlossen. Der Verein sucht darum dringend Ehrenamtliche, die gerne männlich sein dürfen.