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Straffer Zeitplan Neues City-Parkhaus in Delmenhorst setzt Planer unter Druck

Von Frederik Grabbe | 14.06.2017, 13:18 Uhr

Ein „sportlicher Terminplan“ hält die Planer des neuen City-Parkhauses in Atem. Schon im November 2018 soll es in Betrieb gehen. Und schon jetzt ist klar: Die Kosten werden die Marke von 5,2 Millionen Euro überschreiten. Dies wurde im jüngsten Planungsausschuss deutlich.

Das neue City-Parkhaus wird ein Großbauprojekt in der Delmenhorster Innenstadt – und soll bereits Anfang November 2018 vollendet sein. Schon jetzt ist klar:


  • Der eng gestrickte Zeitplan setzt die Planer der Parkhausgesellschaft und der Stadt gehörig unter Druck.
  • Vor dem Bau wird ein Planänderungsbeschluss nötig sein.
  • Und die Kostenmarke von 5,2 Millionen Euro wird überschritten, weshalb eine europaweite Ausschreibung nötig ist. Dies wurde am Dienstag im Planungsausschuss deutlich, als Stadtbaurätin Bianca Urban und Frank List von den Stadtwerken, denen die Parkhausgesellschaft unterstellt ist, den neuen Sachstand schilderten.

Straffer Zeitplan bis zur Inbetriebnahme

Ende des Monats soll das alte Parkhaus Geschichte sein. Am 27. Juni soll der Rückbau offiziell abgenommen werden, sagte List. Allein diese Feststellung jetzt in der Monatsmitte macht deutlich, wie eng gestrickt der Zeitplan in Sachen neues City-Parkhaus ist, das auf dem Abdruck des alten Gebäudes entstehen wird:


  • Zum 14. Juli sollen Brandschutz- und Lärmgutachten zum Neubau vorliegen;
  • zum 5. Oktober erwartet man die abgeschlossene Prüfung des Bauantrags;
  • am 2. November sollen die Bauarbeiten in Auftrag gegeben werden;
  • rund ein Jahr später, Anfang November 2018, soll das neue Parkhaus in Betrieb genommen werden.

City-Parkhaus wird höher, Bebauungsplan muss geändert werden

Hinzu kommt, dass sich bereits jetzt abzeichnet, dass das neue Gebäude höher ausfallen wird, als das alte – weshalb der Bebauungsplan geändert werden muss. In dieser Frage erhofft man sich vom Planungsausschuss am 8. August grünes Licht. „Ein sehr sportlicher Terminplan“, sagte Stadtbaurätin Urban, „wir arbeiten unter Hochdruck an dem Projekt.“ Ein „heeres Ziel“ sei die zeitliche Staffelung, sagte auch List. Trotzdem sind sie bei der Stadt und den Stadtwerken zuversichtlich, dass die Ziele erreicht werden.

Arbeiten müssen europaweit ausgeschrieben werden

Ansichten zum neuen Parkhaus konnten die Verantwortlichen in dem Gremium noch nicht präsentieren, laut Urban sollen im August konkretere Pläne vorliegen. „Modern, zeitgemäß, stattlich, schick und barrierefrei“ waren die Worte, mit denen sie das neue Parkhaus beschrieb. Neu ist indes, dass die Baukosten für das mit „mindestens 620 Plätzen“ versehene Parkhaus von 5,2 Millionen Euro überschritten werden, weswegen eine europaweite Ausschreibung vorzunehmen sei, sagte List.

150 Plätze für Radfahrer

Insgesamt sieht das neue Parkhaus 150 Radstellplätze vor, eine Fotovoltaikanlage auf dem komplett überdachten Parkhaus soll Strom liefern und 160 Auto-Stellflächen sind für das künftige JHD-Mitte reserviert. Das Parkhaus wird eine offene Fassade und zwei verglaste Treppenhäuser haben, die mit je einem Fahrstuhl bestückt sind. Ein Leuchtdioden-System soll Autofahrer zu freien Parkplätzen leiten. Die Hochgarage soll 24 Stunden am Tag geöffnet sein, der Bereich des JHD hingegen ist nachts von 23 bis 5 Uhr gesperrt.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Ausführungen zur Kenntnis, Heinrich-Karl Albers (CDU) und Eva Sassen (Bürgerforum) wünschten sich allerdings mehr Fahrradstellflächen.