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Straßenbau, Innenstadt, Schulen Haushalt 2017: Das sind die Großprojekte in Delmenhorst

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 22.12.2016, 12:34 Uhr

Zahlreiche große Bau- und Sanierungsmaßnahmen stehen 2017 in Delmenhorst an. Neben Hertie, Wollepark und Parkhaus sollen auch die Arbeiten an zwei Hauptstraßen starten.

Die Verwaltung hat den Haushaltsentwurf für 2017 vorgelegt. Auch wenn 2016 viele der geplanten Maßnahmen nicht umgesetzt wurden und ein Investitionsstau besteht , werden auch für das kommende Jahr zahlreiche neue Großprojekte angegangen oder bereits gestartete Maßnahmen umgesetzt. Die Politik berät im Januar in den Fachausschüssen über die einzelnen Maßnahmen und die Budgets für die einzelnen Fachbereiche. Es wird angestrebt, den Haushalt Ende Februar zu verabschieden.

Wollepark, Hertie und City-Pflaster sind große Kostenpunkte

Große Posten machen vor allem bereits angeschobene Projekte aus: Ausgaben für den Wollepark werden mit 1,5 Millionen Euro, der „Stadtumbau östliche Innenstadt“, was die städtischen Investitionen für den Hertie-Umbau beschreibt, sind mit 2,2 Millionen Euro und der Abriss des Parkhauses Am Stadtwall mit 532.000 Euro beziffert. Diese Maßnahmen werden wesentlich von Förderprogrammen für den Städtebau getragen, sodass von den insgesamt rund 4,2 Millionen Euro lediglich 1,4 Millionen durch den städtischen Haushalt gestemmt werden müssen. Ihren Abschluss soll 2017 die Neupflasterung der Innenstadt finden: 1,7 Millionen Euro sind hier als letzte Charge vorgesehen.

Zwei Hauptverkehrsadern werden saniert

Gleich zwei große Straßenbauprojekte sollen im kommenden Jahr beginnen: Die Sanierung der Dwo- und Nordstraße sowie die Erneuerung der Syker Straße. 3,3 Millionen Euro sollen für die Dwostraße investiert werden, knapp die Hälfte der Gesamtkosten von rund 6,6 Millionen Euro, die bis 2020 veranschlagt sind. Rund 1,65 Millionen Euro davon kommen aus Fördertöpfen. Auch für die Syker Straße ist ein Großteil der Kosten für 2017 vorgesehen. Zwei Millionen Euro sollen im kommenden Jahr fließen, weitere 3,2 Millionen Euro bis 2020. Hiervon sind 950.000 Euro Fördermittel.

Viel Förderung für Kita-Bau

Hohe Fördersummen fließen auch beim Kita-Bau: Von den 1,8 Millionen Euro für den Neubau der Rote-Kreuz-Kita sind alleine 1,43 Millionen Euro Fördermittel. Einen Zuschuss in Höhe von 320.000 Euro gibt es für den Krippenausbau in der Zwölf-Apostel-Gemeinde. 140.000 Euro davon trägt die Stadt, 180.000 Euro sind Zuweisungen vom Land.

IGS erhält Fahrstuhl

Für Baumaßnahmen an Grundschulen werden 877.000 Euro veranschlagt. Der größte Anteil davon fließt in zwei Maßnahmen: Die Sanierung der Turnhalle in Annenheide, für die 500.000 Euro eingeplant sind, sowie die Sanierung des Flachdaches der Hermann-Allmers-Grundschule. Diese soll 270.000 Euro kosten, wovon 142.000 Euro durch Fördermittel gedeckt werden. Bei den weiterführenden Schulen soll die IGS den lange erwarteten Fahrstuhl erhalten. Seine Kosten betragen 225.000 Euro. 220.000 Euro sollen in der Sporthalle an der Rosenstraße investiert werden. Brandschutzmaßnahmen sollen ausgeführt und die Lüftungsanlage erneuert werden.

Geld für Feuerwehr und Theater

Eine umstrittene Investition steht im Kleinen Haus an: Hier soll für 55.000 Euro der Bühnenboden erneuert werden. Diese Investition würde bei der lange gewünschten Erneuerung des Saales aber unnötig sein. Diese findet sich in der mittelfristigen Planung ab 2019 wieder: 2,5 Millionen Euro sind für die Jahre 2019 und 2020 angedacht. Der Neubau des Feuerwehrhauses in Hasbergen schlägt 2017 mit 300.000 Euro zu Buche. Weitere 610.000 Euro stammen aus dem Haushalt 2016, für 2018 sind zusätzlich 695.000 Euro eingeplant.