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Straßensanierung in Delmenhorst Ausbau der Dwostraße erhitzt die Gemüter

Von Dirk Hamm | 16.10.2015, 14:28 Uhr

Die Anwohner der Dwostraße werden für den geplanten Straßenausbau kräftig zur Kasse gebeten. Während einer Informationsveranstaltung wurde viel Kritik laut.

Die Freude über den geplanten Ausbau ihrer Straße hält sich bei den Anwohnern der Dwo- und der Nordstraße in engen Grenzen: Während einer Informationsveranstaltung der Stadt ist am Donnerstagabend im Kleinen Haus viel Unmut unter den betroffenen Bürgern laut geworden. Vor allem die vorgesehene finanzielle Beteiligung an den Kosten stieß bei den mehr als 200 erschienenen Anwohnern auf Unverständnis.

Fahrbahnbreite wird reduziert

Vertreter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke stellten zunächst die Details des Straßenausbaus sowie der teilweisen Erneuerung des Regenwasserkanals und der Versorgungsleitungen vor. Demnach soll die Hauptverkehrsstraße ab Ende 2016 zwischen dem Kreisel Nordenhamer Straße und der Einmündung der Schanzenstraße erneuert werden. Dabei soll die Fahrbahnbreite von 7,50 auf 6,50 Meter reduziert und an der Kreuzung Dwostraße/Nutzhorner Straße ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Aufgrund des schlechten Fahrbahnzustands ist auf der Dwo-straße derzeit nur Tempo 30 erlaubt.

Ampel statt Kreisverkehr gefordert

Viele Anwohner äußerten in ihren Wortmeldungen erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Ausbaus, forderten eine Ampelkreuzung anstelle des geplanten Kreisels und kritisierten angesichts des starken Schwerlastverkehrs die Verengung der Fahrbahn. Mehrfach wurde die Sorge ausgesprochen, dass die Veränderungen die Sicherheit von Kindern und Radfahrern gefährdeten. Teils recht einsilbige Antworten der Fachleute erhitzten die Gemüter im Saal zusätzlich.

Bau-Fachbereichsleiter Fritz Brünjes betonte, dass die Erneuerung der Straße wegen der Schäden unumgänglich sei und sowohl der Kreisverkehr als auch die Straßenverengung die Sicherheit nicht minderten, sondern erhöhten. Die Stadt habe keine andere Wahl, als die Anwohner zur Mitfinanzierung heranzuziehen. Andernfalls würden die Haushaltspläne der finanziell klammen Stadt von der Aufsichtsbehörde nicht genehmigt.

Anlieger tragen 40 Prozent der Kosten

Zum Schluss der Veranstaltung wurde bekannt gegeben, dass der Anteil der Anlieger an den auf 6,6 Millionen geschätzten Kosten der Straßenerneuerung rund 40 Prozent betragen soll. In einer Modellrechnung wurde dargelegt, dass beispielsweise der Eigner eines nicht gewerblich genutzten 1000 Quadratmeter großen Grundstücks mit 12.750 Euro zur Kasse gebeten wird.