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Streckenabschnitt freigegeben Neue B 212 wächst weiter in Richtung Delmenhorst

Von Michael Korn | 08.12.2016, 19:36 Uhr

Sie kommt Delmenhorst immer näher: Die neue Bundesstraße 212, die jetzt als Ortsumgehung Berne um einen weiteren Streckenabschnitt reicher ist.

Die auch für die Stadt Delmenhorst wichtige neue Bundesstraße 212 zwischen der Wesermarsch und Bremen ist um einen weiteren Streckenabschnitt vervollständigt: Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, hat am Donnerstag das zweite, drei Kilometer lange Teilstück der Ortsumgehung Berne für den Verkehr frei gegeben. Es führt von der L 866 südlich der Huntebrücke bis zum Kreisverkehrsplatz der B 74 Richtung Weserfähre. Der Bund hat laut einer Mitteilung rund 27,5 Millionen Euro investiert. Ferlemann: „Mit dieser Verkehrsfreigabe wird Berne spürbar von Verkehr, Abgasen und Lärm entlastet. Die B 212 hat eine große Bedeutung für die Wirtschaft und den Tourismus. Zusammen mit der Landesstraße L 875 ist sie die einzige linksseitig der Weser verlaufende, direkte Verbindung zwischen Bremen, Delmenhorst und dem Unterweserraum sowie den dortigen Seehafenstandorten. Die Bundesstraße ist zudem die wichtigste Verbindung zwischen dem Autobahnnetz – bestehend aus A 1, A 27, A 28 und A 281 – sowie den zentralen Wirtschafts- und Versorgungszentren der Wesermarsch.

Wirtschaft freut sich über Entlastung

„Wir freuen uns, dass man sowohl dem Ziel, Berne zu entlasten , ein Stück näher gekommen ist als auch der Fertigstellung der Bundesstraße 212n .“ Das bekräftigte IHK-Präsident Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), laut einer Mitteilung. „Im Interesse der regionalen Wirtschaft setze sich die IHK für den Bau der B 212n ein“, sagt er. Mit der Fertigstellung des Weiteren Teilstücks der Ortsumgehung Berne zwischen der B 74 und der L 875 nördlich von Harmenhausen wird für Herbst 2018 gerechnet. Durch die Ortsumgehung werde die Verkehrssicherheit im Ortskern von Berne erhöht. Bisher mussten sich bis zu 10.000 Fahrzeuge täglich durch die teilweise nur 5,60 Meter breite Ortsdurchfahrt zwängen. Gleichzeitig sei die Erreichbarkeit vorhandener und zukünftiger Gewerbegebiete verbessert. Die ganze Wirtschaftsregion profitiere davon, so Stuke. „Die volle Leistungsfähigkeit wird die B 212n jedoch erst nach Fertigstellung bis zur Landesgrenze Bremen erreichen.“ Die IHK setzt sich deshalb für einen positiven Ausgang des Moderationsverfahrens ein. Der genaue Streckenverlauf im Delmenhorster Stadtnorden ist jedoch umstritten und weiter ungeklärt.