Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Streifgang durch Fußgängerzone Delmenhorster Polizei nimmt Radfahrer ins Visier

Von Thomas Breuer | 11.08.2015, 17:54 Uhr

Zwölf Verwarnungen à 15 Euro hat die Polizei am Montag binnen nur 45 Minuten in der Fußgängerzone ausgesprochen. Noch bis zum Jahresende hat sie Radfahrer besonders im Blick.

Die einen schaffen beim Anblick der Uniformierten gerade noch den Absprung. Andere lassen überhaupt kein Unrechtsbewusstsein erkennen und radeln munter weiter, bis sie gezielt angesprochen werden – und 15 Euro ärmer sind. Zwölf Verwarngelder in dieser Höhe haben zwei Polizistinnen am Montagnachmittag in nur einer Dreiviertelstunde während eines Streifgangs durch die Fußgängerzone ausgesprochen.

Verständnis und Aufklärung angestrebt

„Uns geht es nicht um das Geld, wir wollen Verständnis erreichen und aufklärend wirken“, sagte Polizeisprecher Andre Wächter am Dienstag auf Nachfrage zu der Aktion. Es seien mehr als die genannten zwölf Radfahrer gestoppt worden, doch bei Kindern unter 14 Jahren setze die Polizei in erster Linie auf den aufklärenden Dialog. „Wenn es möglich ist, über ein Gespräch das Verständnis zu erzeugen, warum das Radfahren in der Fußgängerzone gefährlich ist, ist das genau das, was wir wollen“, so Wächter.

 Weiterlesen: Norbert Zitterich – Ein Delmenhorster Polizist zum Anfassen 

Mit 15 Euro ist es nicht immer getan

Mit einer Verwarnung über 15 Euro ist es übrigens nicht immer getan. Wer als Radfahrer einen Fußgänger auf der Langen Straße gefährdet, kann bis zu 35 Euro loswerden.

Verstärkte Kontrollgänge in der Fußgängerzone werden immer wieder auch von dk-Lesern eingefordert. Laut Wächter sind diese sehr personalintensiv, wenn besagte Gespräche nachhaltig geführt werden sollen. Seit Februar und noch bis zum Jahresende richte die Polizei den Blick aber verstärkt auf Radfahrer, nicht nur im Bereich der Fußgängerzone. Dabei gehe es auch um fehlende Sicherheit am Rad und diverses zu monierendes Fehlverhalten.