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Streit um Gaspreise Gaspreisforum Delmenhorst kritisiert Verhandlungsergebnis

Von Thomas Breuer | 17.12.2016, 14:36 Uhr

Der im Streit um angemessene Gaspreise gefundene Kompromiss zwischen Gas-Club und Delmenhorster Stadtwerken stellt viele Widerständler nicht zufrieden.

„Die überwiegende Mehrheit war entsetzt über das Verhandlungsergebnis.“ Mit diesen Worten berichtet Eva Sassen, Sprecherin des Gaspreisforums, darüber, wie das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Gas-Club und Stadtwerken beim jüngsten Treffen des Zusammenschlusses aufgenommen wurde. Daran haben sich nach ihren Worten im Lokal Trattoria 65 Personen beteiligt.

Kritik an Stadtwerken bleibt

„Zum zweiten Mal“, so Sassen, „wurde die die alte Forderung der Stadtwerke – alles bezahlen – als Vergleich angeboten.“ Überdies würden die Stadtwerke weiterhin keine Angaben zu ihrer Preisgestaltung machen. Auch die Buchführung sei für viele Widerständler nicht nachvollziehbar. So würden im neuen Vergleichsangebot die Forderungen in vielen Fällen vom bisher Geforderten abweichen.

„Annehmbarer Vergleich für alle, die aussteigen wollen“

Rechtsanwalt Kyrulf Petersen habe aufgeklärt, „dass jeder, der den Vergleich annimmt, alle bisherigen Widersprüche aufhebt und damit verjährte Forderungen und ungerechtfertigte Grundpreiserhöhungen bezahlt, die er nicht mehr zurückklagen kann“. Ein Fazit von Sassen lautet: „Der Gas-Club verhandelte einen annehmbaren Vergleich, für alle, die sowieso aussteigen wollten.“