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Strings-Weihnachtskonzert Gesangsfreudige Delmenhorster Musikschüler

17.12.2015, 19:40 Uhr

Die Noten lasen sie vom Tablet ab, die Musik stammte aus Computerspielen: Schüler der Musikschule Strings verliehen dem Weihnachtskonzert einen eigenen Touch.

Selbst Peter Blöchl, immerhin Leiter der Musikschule „Strings“ und Moderator des Abends, wirkte ein bisschen überrascht. Zumindest, gestand er ein, müsse er sich noch daran gewöhnen, dass Schüler seiner Musikschule die Noten vom Tablet ablesen statt von Papier oder auch daran, dass der eine oder andere die Musik aus Computerspielen nachspielt: beides geschehen am Mittwochabend beim Weihnachtskonzert der Musikschule „Strings“ im dortigen Theater.

Wobei der Abend erst gegen Ende wirklich weihnachtliche Züge annahm, als nämlich die Erwachsenen aus dem Musicalensemble Weihnachtslieder anstimmten, darunter „White Christmas“. Bis dahin hatte die Gestaltung des Konzertprogramms vorrangig in den Händen jungen und sehr junger Musiker gelegen. Sie spielten eben das, was sie können und was ihnen am Herzen liegt auf jenen Instrumenten, die sie beherrschen oder noch lernen, vom Saxofon über die Klarinette bis hin zur Gitarre und zum Klavier.

Viel Wärme, fortgeschrittene Technik

Da spielte Paul Duhr zusammen mit seinem Lehrer Jan Frerichs zur Freude der rund 40 Gäste das frühromantische Duo Nr. 3 von Ferdinando Carulli, gefolgt von Mara Freys Gesangsvortrag „Let it go“. Den Klavierschülern Jana Müller und Max Beltermann hat es offenkundig der Komponist Ludovico Einaudi angetan, dessen Musik sie mit viel Wärme und fortgeschrittener Technik vortrugen.

Richtig hübsches Lied, selbst geschrieben noch dazu

Auffallend oft erklang dieses Mal die menschliche Stimme, mal begleitet durch die Gitarre, dann wieder vom Klavier, manchmal auch durch Playback. Mit „Where are you Christmas?“ und „Not about Angels“ ebnete die Gesangsschülerin Isabell Wüppenhorst dem Musicalensemble gegen Ende zudem dramaturgisch geschickt den Weg Richtung Weihnacht. Noch mehr musikalische Epochen und Stile als bei diesem Konzert kann man dem Musikliebhaber binnen 90 Minuten kaum bieten, als es die Strings-Schüler an diesem Abend taten.

Ein gesondertes Lob gebührt Kyra Wolter, die mit „Hometown“ ein richtig hübsches, vor allem aber selbst geschriebenes Lied sang und dazu auf der Gitarre spielte.